Im KiFaZ Barmbek Basch können sich Familien, Mütter, Senioren und Migranten beraten lassen.

Im KiFaZ Barmbek Basch können sich Familien, Mütter, Senioren und Migranten beraten lassen. Doch wie es hier 2026 weitergeht, ist unklar. Foto: Florian Quandt

Hamburg spart am falschen Ende: Das ist doch kein Luxus!

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Hamburg schwächt ausgerechnet die, die diese Stadt dringend braucht: Träger der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit. Wer Integration ernst meint, darf soziale Projekte nicht Jahr für Jahr zittern lassen. Genau das passiert: Ein Etat schrumpft plötzlich und viele wissen noch immer nicht, ob sie 2026 weitermachen können. Das ist kein Missgeschick – das ist verantwortungslos.

Hamburg stärkt zwar Jugendämter mit mehr Stellen – ein richtiger Schritt. Doch gleichzeitig wird bei Integrationsarbeit gekürzt. Dort, wo niedrigschwellige Projekte täglich präventiv wirken.

Hamburg: Soziale Träger brauchen Planungssicherheit

Offene Hilfsangebote werden gebraucht und sind oft voll. Brechen sie weg, zahlen wir morgen drauf – gesellschaftlich und finanziell. Und es trifft längst nicht nur Geflüchtete. Viele Projekte hängen an mehreren Fördertöpfen. Fehlt einer, gerät das gesamte Gefüge ins Wanken. Gerade wenn extreme Kräfte lauter werden, darf Hamburg keine Lücken lassen. Orte der Beratung, Teilhabe und politischen Bildung sind wichtiger denn je.

Der Artikel zum Thema: Stadt plant drastische Kürzungen: „Weiß nicht, ob ich Mitarbeiter halten kann“

Statt schrumpfender Etats braucht es Planungssicherheit. Wer seinen Mitarbeitern nur Jahresverträge bieten kann, verliert sie an verlässlichere Jobs. Gerade in der Arbeit mit jungen und vulnerablen Menschen ist das fatal: Diese Angebote leben von Vertrauen und Kontinuität. Sind sie einmal weg, dauert es lange, sie wieder aufzubauen. Wer so viel Unsicherheit produziert, darf sich später nicht wundern, wenn Probleme wachsen. Die Arbeit der Träger ist kein Luxus. Sie hält diese Stadt zusammen.

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