Sieht aus wie Pastrami, aber … Dieser Bagel ist ein Statement – und richtig lecker!
Vor der Tür des historischen Backsteinbaus an der Börsenbrücke (Altstadt) steht ein Kundenstopper: „Wow“ prangt da in Großbuchstaben über einem Bagel-Foto und ganz viel Fleischbelag. Es sieht aus wie Pastrami, ist aber kein Fleisch. Es ist alles pflanzlich – die MOPO hat es probiert.
Das Plakat steht vor der Filiale der Burger-Kette „Hans im Glück“. Und es ist der Grund, warum ich da heute hineingehe und den „Planted-Pastrami-Bagel“ bestelle. „Planted“ ist ein Schweizer Food-Startup, das 2019 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich hervorging.
Davon hätte ich locker zwei essen können
Und wer diese Kolumne regelmäßig liest, weiß, dass ich deren pflanzliches Steak vor gut einem Jahr ziemlich abgefeiert habe. „Planted“ setzt Fermentierungstechnologie ein, um Fleischalternativen aus Pflanzenproteinen herzustellen. Beim Steak wie beim Pastrami, dem ersten „Planted“-Aufschnitt, sorgt Rote Beete für die fleischähnliche Färbung.
Der Bagel (9,90 Euro) kommt mit cremiger Meerrettichsauce und einem Senf-Gurken-Relish sowie Rucola daher. Aber der Star sind die zarten Pastrami-Scheiben aus Sojaprotein. Wenn ein Tier dafür sterben muss, dann ist es aus gepökeltem und geräuchertem Rindfleisch. Hier ist es aus Sojaprotein über Buchenholz geräuchert – aber ohne Pökelsalz.
Um es kurz zu machen – es schmeckt großartig, die Konsistenz ist faserig. Wieder zu Hause gehe ich meiner Frau damit auf die Nerven, dass ich davon locker zwei hätte essen können. Nicht weil ich so hungrig, sondern weil es einfach gut war.
„Planted“ und „Hans im Glück“ befeuern die Kulinarik mit einer netten Geschichte. Und die geht so: Eigentlich hätten die Burger-Bräter einen Bagel mit Rindfleisch auf die Karte bringen wollen. Und dann das „Planted“-Pastrami probiert – und sich für die pflanzliche Variante entschieden. „Uns hat das Ergebnis umgehauen“, sagt Peter Prislin von „Hans im Glück“. „Mit dem Bagel zeigen wir, dass Genuss heute auch ohne tierisches Fleisch funktionieren kann.“
Neue „Planted“-Produkte im Winterhuder Rewe probieren
Wieder ein Beweis, dass pflanzliches Essen nichts mit „Gras und Steinen“ zu tun hat. Und das pflanzliche Pastrami kommt auch noch ohne Zusatzstoffe aus, auch wenn das die Vegan-Hater durcheinanderbringen wird. Wer es testen will, muss allerdings fix sein – bisher soll es nur noch die nächsten vier Wochen bestellbar sein.
Dafür gibt es den „Planted“-Aufschnitt auch in der „Veganen Fleischerei“ im Eppendorfer Weg 195 (Hohelust-West). Dort kommt er als pflanzliches Roastbeef-Sandwich mit Sauerkraut und eingelegten Gurken daher (12,90 Euro).
Das könnte Sie auch interessieren: Auf Shirts, als Tattoo, als Schmuck: Was hat es mit dem Geheim-Code 269 auf sich?
Und in diesem Monat kommen noch zwei neue „Planted“-Produkte in den Handel: Ein Burger-Patty und Nuggets, beide mit Crispy-Panade und erstmals aus Pilzprotein.