Schwimmbad in der Alster: Viel Gerede, aber keine Realisierung
Alster-Schwimmbad – wenn ich das Wort nur höre, dann stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Ich bin fast 50 Jahre Lokalreporter in dieser schönen Stadt, und in jedem Jahrzehnt ploppt der Vorstoß zum Baden in der Alster auf.
Schon Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) hatte vor 43 Jahren den Traum vom Alsterbad. Umgesetzt hat er nichts. Es folgten viele Ideen, unzählige Architektenentwürfe und ohne Ende blumige Reden.
Schwimmbad in der Alster: Politiker werden Fans
Warum nur wurde nie gehandelt? Dabei war Hamburg einmal Vorreiter. Schon 1793 gab es ein Bad in der Binnenalster. Im 19. Jahrhundert wurde das Baden in Flüssen populär, weil es gesund und erholsam war. Doch im 20. Jahrhundert war es damit vorbei, wegen zunehmender Verschmutzung der Flüsse durch die Industrialisierung.
Seit den 1990er Jahren besserte sich die Wasserqualität wieder. Seitdem sind Hamburger Politiker sogar medienwirksam in die Alster gesprungen, um die Idee eines Schwimmbades im Fluss zu propagieren. Umgesetzt wurde wie üblich nichts.
2007 reihte sich Bürgermeister Ole von Beust (CDU) in die Reihe der Alsterbadefans ein. Fünf Schuten sollten am Schwanenwik vertäut und zum Bad umgebaut werden. Und wieder: eine Pressekonferenz im Rathaus, schöne Bilder und weiter nix.
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Wie so manch andere tolle Pläne („Living Bridge“ im Hafen!) wurde alles zerredet. Jetzt also kommt Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) mit Alster-Schwimmbad-Plänen um die Ecke. Ich fress’ einen Besen, wenn die Pläne jemals Wirklichkeit werden.