Italo-Klassiker: Das leckerste Einsteiger-Gericht im Veganuary
Wenn Fleisch Ihr Gemüse ist, dann wird es Ihnen ergehen wie vielen am Anfang so ganz ohne tierische Zutaten: Wie soll das nur funktionieren, diese vegane Küche? Dabei gibt es klassische Einsteiger-Gerichte, die es gerade Einsteigern im Veganuary leicht machen. Das Gemüsecurry ist so ein Gericht. Oder ein italienischer Klassiker, der rein pflanzlich kulinarischen Wumms hat.
Ich liebe Ragù alla Bolognese. Die italienische Bolognese wird im Original mit Rind- und Schweinehack gemacht. Aber das Geschmacksgeheimnis ist nicht dem Fleisch zu verdanken, sondern der Sauce mit ihren Gewürzen.
Das Geschmacksgeheimnis liegt in der Sauce
Längst gibt es Unmengen von pflanzlichem Hack in den Supermärkten. Viele sind aus Erbsenprotein wie Rewe Beste Wahl (270 g/2,40 Euro), aus Weizen und Erbsen von Endori (200 g, 3,00 Euro) oder das The Vegetarian Butcher Hick-Hack-Hurra auf Sojabasis (180 g/3,30 Euro). Welches Fertighack Ihnen am besten schmeckt, müssen Sie selber testen. Oder Sie machen Ihre Bolognese aus Tofu, Linsen, Soja- oder Erbsengranulat – das „Peas on Earth“ von Veganz ist ziemlich neu auf dem Markt (ergibt 300 g/3,99 Euro). Es gibt viele Wege zu einer leckeren Soße.
Das Fertig-Hack aus dem Kühlregal wird zubereitet wie die Fleisch-Bolognese. Sie braten das pflanzliche Hack scharf an, geben gewürfelte Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und Sellerie dazu. Wer mag, löscht es mit einem veganen Rotwein ab. Tomatenmark und Tomatensugo gehören dazu. Wer kein eigenes Rezept hat, findet viele Varianten im Internet. Eins meiner Lieblingsrezepte gibt es von der Food-Bloggerin Bianca Zapatka oder vom veganen Spitzenkoch Sebastian Copien.
Diese Gewürze sind wichtig
Wichtig sind die Gewürze. Oregano, Basilikum und Lorbeer kommen sicher rein. Oft auch Thymian und Rosmarin. Sebastian Copien gibt noch Steinpilzpulver dazu. Wer es sich einfach machen will, greift zum Bolognese-Gewürz. Eine Mischung mit 18 Gewürzen gibt es im „Bremer Gewürzhandel“ – natürlich vegan.
Da köchelt nun also die Sauce vor sich hin – gerne auch ein paar Stunden. Es ist kein Geheimnis: Je länger das dauert, desto besser wird die Sauce.
Sebastian Copien schreibt zu seiner Bolognese, dass „sie eine extrem hohe Quote von über 95 Prozent hat, dass niemand merkt, dass sie vegan ist.“ Bolo ist so ein Gericht, auf das sich alle einigen können. Ich mach da gerne ’nen großen Topf von, wenn ich für eine Gruppe kochen darf. Und selbst wenn es da am Buffet auch andere Gerichte mit Fleisch gibt – die Bolognese ist meist als Erstes alle.
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Kontroverser ist da schon die Frage, welche Nudel es denn sein soll? Meine Frau liebt Spaghettini, ich finde Penne besser. Oft werden auch Tagliatelle genommen, weil da viel Sauce dran haften bleibt.
Die Bolo-Sauce eignet sich übrigens auch für einen zweiten Italo-Klassiker – die Lasagne. Wie die pflanzliche Béchamelsauce geht, erklären ebenfalls Bianca Zapatka oder Sebastian Copien in ihren Blogs.
Und auch auf Parmesan müssen Veganer nicht verzichten. Cashewnüsse und Hefeflocken in der Küchenmaschine mixen, nach Bedarf etwas Salz oder Knoblauchpulver dazu – fertig.