Hurra, 2000 neue Wohnungen! Aber wer soll die bezahlen?
Das Holsten-Areal in Altona ist ein Mahnmal verpasster Chancen. Weil die Stadt vor Jahren nicht selbst zugriff, durften Spekulanten Monopoly spielen. Das Grundstück wurde weitergereicht, der Preis explodierte – gebaut wurde nichts. Leidtragende sind diejenigen, die bis heute auf bezahlbare Wohnungen warten.
Nun also der Neustart. Quantum und die städtische SAGA wollen es richten. Doch statt Transparenz herrscht Schweigen. Ja, es gibt einen Vertrag über 700 der geplanten 2000 Wohnungen auf dem Holsten-Areal. Aber wie groß werden sie? Welche Förderwege gibt es? Und vor allem: Was kostet der Quadratmeter?

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
- Tod im Morgengrauen: Lkw überrollt Radfahrer († 63)
- Was alles teurer wird: Das kostet uns der Iran-Krieg
- Kind stirbt nach OP: Prozess gegen drei Hamburger Ärzte
- Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
- 16 Seiten Sport: Experte warnt den HSV & St. Pauli plant zweigleisig
- 28 Seiten Plan 7: „Die kleine Meerjungfrau“ am Thalia, das Familienmusical „Anouk“ & Open-Air-Konzerte
Gerade weil Quantum und SAGA beim Paloma-Viertel auf St. Pauli bisher wenig Gespür für die Wünsche des Quartiers bewiesen haben, wäre Offenheit jetzt das Mindeste. Vertrauen entsteht nicht hinter verschlossenen Türen.
Holsten-Areal: Experten rechnen mit 20 Euro pro Quadratmeter
Zwar sollen auf dem Holsten-Areal zu 50 Prozent Sozialwohnungen entstehen. Doch die andere Hälfte ist frei finanziert – damit bestimmt der Vermieter den Preis. Experten rechnen mit rund 20 Euro kalt pro Quadratmeter. Das wäre kein Signal für Entlastung, sondern für Verdrängung.
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Noch eine Frage steht im Raum: Wird nach dem günstigeren neuen „Hamburg-Standard“ gebaut oder nicht? Wenn hier wieder teuer statt sozial geplant wird, wäre das die nächste Schlappe für die Stadt. Und alle, die eine bezahlbare Wohnung suchen. Hamburg braucht auf dem Holsten-Areal keine Geheimniskrämerei, sondern Klartext.
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