Hafengeburtstag: Das beste Fest der Stadt

Hafengeburtstag
Lichtermeer beim Hafengeburtstag 2025 (Archivbild)

An dieser Stelle wird gerne geschimpft, genörgelt, kritisiert. Heute möchte ich mal loben. Und zwar: den Hafengeburtstag. Ernsthaft. Ich bin ein großer Fan. Wenn ich das kundtue, sehe ich beim Gegenüber oft Kopfschütteln: Da schieben sich doch nur Massen von Menschen an Bratwurst- und Fischbuden vorbei und schauen sich die immer gleichen Pötte an!

Papperlapapp! Der Hafengeburtstag ist das inklusivste, toleranteste und diverseste Fest der Stadt. Glauben Sie nicht? Dann flanieren Sie mal am Freitagabend von den Landungsbrücken zum Fischmarkt, mit Abstechern über Bernhard-Nocht- und Hafenstraße. Da mischen sich die Völker wie einst in St. Paulis Hafenkaschemmen.

Punks tanzen zu Schreddersound auf der Straße, Techno läuft neben Reggae neben kurdischer Volksmusik neben Ska neben Rock, weiter hinten gibt es noch eine Pride-Party und auf der schwimmenden Elbe-Bühne geben Shanty-Rocker, HipHop-Legenden und Popstars ihr Bestes.

Anarchisches Treiben in großes Fest integriert

Kurz: Jedem Tierchen sein Pläsierchen, und das trotz des verlässlich ansteigenden Alkoholpegels in der Regel so friedlich, dass die Polizei meist nur gelassen am Rand steht.

Das könnte Sie auch interessieren: Hamburger Hafengeburtstag – das ist das Bühnenprogramm

Dabei ist es gerade mal zehn Jahre her, dass die AfD unliebsame Bands verbieten wollte und die CDU gegen den „Alternativen Hafengeburtstag“ wetterte. Doch die Stadt hat es geschafft, mit hanseatischer Liberalität das anarchische Treiben in das große Fest zu integrieren – und so werden dieses Wochenende wieder alle zusammen eine bunte Party feiern.