Griechische Neuigkeiten vom Hamburger Käse-Start-up

Team Vanozza
Das Team von Vanozza mit Gründer Nico Hansen

Am Anfang war ein Mangel: Gastronom Nico Hansen suchte veganen Mozzarella für seine Pizzen. Und weil er mit dem, was der Handel bot, nicht zufrieden war, experimentierte er in der Küche. Es war die Geburtsstunde von Vanozza. Einem Start-up für pflanzliche Käsealternativen. Jetzt bringen die Hamburger das nächste Produkt in den Handel: einen pflanzlichen Feta.

„Es gibt wenig pflanzlichen Feta mit sattem Geschmack“, sagt der 29-Jährige. Das meiste, was im Handel zu finden ist, sei sehr mild und erinnert an einen Hirtenkäse, der im Original aus Kuhmilch hergestellt wird. Und von den pflanzlichen Alternativen, das weiß der Autor aus eigenen Testkäufen, sind einige geschmacklich eher abtörnend. Der neue „No Sheeo Greek“ erinnert an griechischen Feta.

Frank Wieding vor Teller mit Gras und Steinen
MOPO-Autor Frank Wieding (58) isst seit mehr als 40 Jahren kein Fleisch. Gras und Steine musste er trotzdem noch nie essen.

Das Original ist aus Schafsmilch, manchmal ist Ziegenmilch dabei. Hansens pflanzliche Variante ist auf Basis von Kokos und Kartoffeln – und würzig. Im Vöner (für veganen Döner) bei „None Meat“ (Hoheluftchausse 83, Hoheluft-West) schmeckt man das „Schaf“ deutlich raus. Auch bei „Schmidts Bagel“ (u.a. Alter Steinweg 1, Neustadt) kann man ihn testen. Oder bei „råbowls“ (u.a. Große Johannisstraße 19, Altstadt) in der Bowl und im „Überquell“ (St. Pauli Fischmarkt 28, St. Pauli) im Salat „WildkräuterWonne“.

Aber woher kommt der würzige Geschmack? Der pflanzliche Feta wird mit Milchsäure ähnlich einem Frischkäse hergestellt, pasteurisiert, damit er haltbar ist – und bekommt ein bisschen Aroma. „Ohne Aroma ist so ein Feta nicht realisierbar“, sagt Nico Hansen.

Auch Hamburgs Gastronomie nutzt pflanzlichen Mozzarella

Seine erste pflanzliche Käsealternative braucht das Hilfsmittel nicht. Der vegane Mozzarella ist aus Cashews, Kokosfett und Flohsamenschalen. Das Besondere ist allerdings, dass er gut schmilzt und richtig Fäden zieht. Mit ihm begann der Vanozza-Erfolg. Nico Hansen hatte seine damalige Pizzeria „Vistro“ (Bramfeld) gerade aufgebaut – aber keinen Mozzarella gefunden, der ihn zufriedenstellte. „Nichts funktionierte so richtig“, sagt Hansen, „und die Zutaten gefielen mir nicht.“ Also tüftelte er selbst an einem pflanzlichen Mozzarella.

Das Ergebnis „orientiert sich an italienischem Büffelmozzarella“, sagt Hansen. Und den Mozzarella nutzt auch Hamburgs Gastronomie. Besonders jüngere Gastronomen seien für die neuen Produkte sehr offen. So gibt es ihn zum Beispiel bei „Mission Pizza“, oder auf einem leckeren Sandwich im „Happenpappen“ (Feldstraße 36, St. Pauli). Und für zu Hause gibt es den Mozzarella (160-Gramm-Kugel) und ab Montag den Feta (150 Gramm) in einigen Edeka-Filialen und bei Rewe – für jeweils etwa drei Euro.

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Und was testet der Gründer gerade in seiner Experimentierküche? „Wir haben Mozzarella-Sticks in der Planung“, sagt Nico Hansen, „die werden vorfrittiert sein.“