Die Stimmung beim Fanfest 2024 auf dem Heiligengeistfeld war unübertroffen.

Die Stimmung beim Fanfest 2024 auf dem Heiligengeistfeld war unübertroffen. Foto: Florian Quandt

Geld nicht nur für Olympia: Kein WM-Fanfest? Das geht nicht

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Im Sommer 2024 verwandelte sich Hamburg während der Europameisterschaft für ein paar Wochen in eine Stadt der guten Laune: Die Niederländer hüpften von links nach rechts durch die Straßen, die Schotten-Fans jubelten sich ins Herz aller anderen und auf dem Heiligengeistfeld herrschte bei riesigem Andrang blendende Stimmung. Nach 20 Jahren soll dort in diesem Sommer kein großes Public Viewing stattfinden. Jetzt muss die Stadt handeln, wenn sie sich beim Thema Sportbegeisterung nicht unglaubwürdig machen will.

Sonne, Musik und gute Laune: Das EM-Fanfest im Juni 2024 auf dem Heiligengeistfeld war einfach ein Erlebnis. Trotz Riesenandrang blieb es friedlich, grölend und jubelnd wurden die Trikots untereinander getauscht – und die ursprünglich aus vier Leuten bestehende Freundesgruppe wuchs ganz schnell auf zehn oder noch mehr an.

Kein Public Viewing auf dem Heiligengeistfeld zur WM 2026

Umso trauriger, dass es solche Momente in diesem Jahr nicht auf dem Heiligengeistfeld geben wird. Der Veranstalter, Uwe Bergmann, hat jetzt das offizielle Aus für das beliebte Public Viewing Event in diesem Sommer verkündet. Das hat einerseits logistische Gründe, wie etwa das Zusammentreffen mit dem Sommerdom in der letzten WM-Woche und die Zeitverschiebung aus den USA, Kanada und Mexiko, aber vor allem eben finanzielle. Es habe sich kein Sponsor gemeldet.

Das ist ein mehr als deutliches Signal an den Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Sportsenator Andy Grote (SPD), hier einzugreifen und den Veranstalter sowohl finanziell als auch bei Suchen nach Alternativstandorten zu unterstützen. 

Stadt Hamburg ist beim Public Viewing gefragt

Immerhin sind die beiden es, die seit Wochen durch die Stadt tingeln und Werbung für Olympia und das Gemeinschaftsgefühl des Sports machen. Deshalb wäre es umso unglaubwürdiger, diese Gelegenheit auszulassen, die Stadt Hamburg beim Public Viewing zusammenzubringen.

Auch wenn sich die ausgelassene Stimmung von 2024 nicht eins zu eins wiederholt – gerade durch die dunklen Schatten, die politische Akteure wie Donald Trump auf dieses Event werfen –, bleibt der Grundgedanke des Sports unberührt: das Gemeinschaftsgefühl. Hamburg hat die Chance, ein starkes Signal für Zusammenhalt und positive Atmosphäre zu setzen – und eben nicht nur in Hinblick auf eine mögliche Olympia-Bewerbung.

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