Polizisten arbeiten an einem Tatort in Harburg (Archivbild).

Polizisten arbeiten an einem Tatort in Harburg (Archivbild). Foto: picture alliance/dpa/Steven Hutchings

„Angstort Hamburg“? Es ist und bleibt Quatsch!

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„Morde im Wochentakt“. „Unsere Heimatstadt verkommt immer mehr“. „Kriegsähnliche Zustände mitten in Hamburg.“ Hört man sich an, wie die AfD in den vergangenen Wochen die Lage zwischen Rissen und Bergedorf beschreibt, muss einem angst und bange sein. Da in aufgeregten Zeiten oft am meisten Gehör bekommt, wer am lautesten schreit, kommen ein paar sachliche Zahlen ganz gelegen. Die hat die Polizei jetzt vorgelegt. Die Kriminalitätsstatistik 2025 zeigt: Hamburg ist, im Großen und Ganzen, eine sichere Stadt.

Es gibt Probleme, keine Frage. In Hamburg operieren internationale Banden, tödliche Konflikte werden in der Öffentlichkeit ausgetragen, absolute Gewalt-Hotspots sind und bleiben St. Pauli und St. Georg. Auch die Zahl der Vergewaltigungen steigt. Allerdings hat die Polizei dafür auch eine Erklärung.

Kriminalitätsstatistik zeigt: Gewalt sinkt, Aufklärung steigt

Positiv ist: Gewaltdelikte sinken nach mehrjährigem Anstieg wieder, Raubüberfälle sind rückläufig, Messerdelikte auch. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden, ist in den vergangenen zehn Jahren drastisch gesunken. Selbst Fahrraddiebstähle gehen zurück. Und die Aufklärungsquote steigt.

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Hamburg investiert Rekordsummen in die Sicherheit, das zahlt sich aus. Und auch wenn man den Senat manchmal zum Jagen tragen muss: Das Gerede vom „Kontrollverlust“, vom „Angstort Hamburg“, es ist und bleibt Quatsch. Und auch die CDU, die nicht müde wird, einen „Kurswechsel“ zu verlangen, sollte sich ein neues Aufregerthema suchen.

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