Endlich wieder Ofenkäse – aber pflanzlich aus Kernen

Veganer Ofenkäse und ein Baguette.
Nach der Zubereitung im Backofen: der Cashew-Käse von Veeze (l.) und der pflanzliche Brie von Vanozza.

Draußen ist es immer ungemütlicher. Es ist die perfekte Zeit für einen Ofenkäse. Klar, normalerweise ist das ein Camembert aus Kuhmilch. Es gab auch schon pflanzliche Varianten – aber die überzeugten mich bisher nicht. Doch jetzt gibt es neue Produkte, die ich getestet habe.

An dieser Stelle hatte ich Ihnen schon von dem pflanzlichen Camembert von Veeze aus Cashewkernen vorgeschwärmt. Handwerklich in Oldenburg hergestellt, gereift und schön kräftig im Geschmack. Eine der wenigen Käse-Alternativen, die kulinarisch Spaß machen.

Pflanzlicher Käse aus Cashew oder auf Mandelbasis

Nun hat die Gründerin Anna Lessing einen Ofenkäse (150 Gramm für 6,95 Euro) kreiert: aus Cashewkernen, Kokosöl, Hefeflocken, Aroma und ein paar Zutaten mehr. 20 Minuten bei 200 Grad kommt er in den Backofen – aber Vorsicht, lieber etwas kürzer starten, er wird schnell zu trocken.

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Das Baguette (natürlich auch vegan) oder ein türkisches Fladenbrot in Scheiben schneiden – und in den Käse tunken. Der Geschmack ist super, die Konsistenz könnte etwas cremiger sein. Aber hey, das ist Jammern auf hohem Niveau. Dem richtigen Ofenkäse-Feeling würde allerdings eine gereifte Rinde wie beim tierischen Original guttun.

Damit punktet der Duellpartner von Vanozza. Auf Social Media hatte das Hamburger Start-up seinen neuen Brie (125 Gramm für 2,99 Euro u.a. bei Rewe) als Ofenkäse angepriesen. Der gereifte Cashew-Brie ist neben den Kernen unter anderem aus Sheabutter, Aromen, Schimmelzutaten. Nun kommt er in einer feuerfesten Form in den Backofen – gleiche Zeit, gleiche Temperatur. Und wenn zehn Minuten um sind, wird er oben kreuzförmig eingeschnitten, aufgeklappt und darf danach weitere zehn Minuten brutzeln.

Stilecht geht’s im Holzschälchen in den Ofen

Wieder das Brot in die heiße Cashewmasse dippen. Cremig umschmeichelt der Käse das Baguette, echt lecker, auch wenn ich ihn etwas kräftiger vertragen könnte. Ebenfalls eine fermentierte Hülle hat der pflanzliche Ofenkäse von Deligan (150 g, 3,49 Euro u.a. bei Globus), der auf Mandelbasis hergestellt wurde. Dazu gibt es noch wahlweise ein Feigen- oder Hot-Caramel-Topping. Und stilecht (wenn’s auch zusätzlicher Müll ist) wird dieser Ofenkäse im Holzschälchen in den Ofen geschoben. Hinter Deligan stecken die Heinrichsthaler Milchwerke, eine Molkerei bei Dresden.

Frank Wieding vor Teller mit Gras und Steinen
MOPO-Autor Frank Wieding (59) isst seit mehr als 40 Jahren kein Fleisch. Gras und Steine musste er trotzdem noch nie essen.

Was alle pflanzlichen Ofenkäse eint, ist die beige Farbe der Käsemasse. Das kommt von den Cashew- oder Mandelkernen. Würde man die Farbe an das tierische Original anpassen, würden die Vegan-Hater einmal mehr „Chemie“ schreien. Insofern passt die Optik.

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Und wer einen Ofenkäse nach einem eigenen Rezept probieren möchte, findet die Zubereitung und Zutatenliste auf dem veganen Foodblog „Zucker & Jagdwurst“.

Draußen ist es immer ungemütlicher. Es ist die perfekte Zeit für einen Ofenkäse. Klar, normalerweise ist das ein Camembert aus Kuhmilch. Es gab auch schon pflanzliche Varianten – aber die überzeugten mich bisher nicht. Doch jetzt gibt es neue Produkte, die ich getestet habe.