Dünnes Eis: Immer das Genöle über den Winterdienst
Hamburg versinkt im Schnee-Chaos, alles Murks mit dem Winterdienst und natürlich nur, weil Rot-Grün am Ruder ist, findet die CDU. Das Witzige: Die CDU meckert immer über den Winterdienst, sogar, als sie selbst den Bürgermeister stellte. Also mal ein bisschen den Schneeball flach halten.
Der CDU-Mann ist sauer, aber so richtig: „Es ist wegen des Glatteises momentan eine Zumutung auf den Gehwegen! Die Stadt muss in der Lage sein, zu garantieren, dass man unfallfrei gehen kann.“ Klingt wie CDU-Fraktionschef Dennis Thering heute, ist aber ein Zitat aus dem Januar 2010, und zwar von Ole von Beust, damals CDU-Bürgermeister.
2010 hat es zuletzt so heftig und lange geschneit wie derzeit und die Eispisten allüberall waren DAS Aufregerthema. Nicht mal der Rathausmarkt war damals ohne Spikes zu bewältigen – im schwarz-grün regierten Hamburg. Und der damalige CDU-Bürgerschaftspräsident Berndt Röder („Glatteis-Röder“) schlitterte gar aus seinem Amt, als bekannt wurde, dass er bei der Stadtreinigung Druck gemacht hatte, damit seine Wohnstraße bevorzugt geräumt wird.
Winterdienst: CDU auf dünnem Eis
Es gab einen „Eisgipfel“, bei dem ein Sonderprogramm für den Winterdienst beschlossen wurde, samt anschließender Diskussion, wer das eigentlich bezahlen soll.
Wenn die CDU jetzt so tut, als würde ein CDU-Bürgermeister, etwa Dennis Thering, die Stadt von aller Winter-Unbill befreien, dann ist das dünnes Eis. Da fordert der CDU-Abgeordnete Dennis Gladiator, der Senat solle das THW anfordern, weil am Montag die Schwimmhallen und Schulsporthallen geschlossen bleiben? Ernsthaft?
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Ja, es nervt, wenn der Schnee auf Radwege geschoben wird, wenn Gehwege nicht geräumt werden, Busse nicht fahren und die S-Bahn den Betrieb einstellt. Aber dass die CDU uns (schnee-)weiß machen will, dass unter ihrer Regie auch in einer Ausnahmesituation wie derzeit alle Nebenstraßen frei wären, alle Schuldächer geräumt und alle Busse planmäßig kämen – das nervt auch.
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