Diese neue Salami braucht kein Fleisch
Es ist ein Jahr her, da sorgte das Berliner Start-up Project Eaden bei Fans von Wurstalternativen für Aufsehen – und brachte drei pflanzliche Schinkensorten unter dem Namen „Lekka“ in den Supermarkt. Nun kommt die nächste Produkt-Innovation: Ab Montag sind bei Rewe zwei vegane Salami-Produkte zu finden. Ich konnte sie schon einmal probieren.
Auch die beiden neuen Aufschnitte werden in der knallroten Verpackung im Kühlregal stehen: „Salami Classico“ und „Salami al Pepe“ mit Pfefferkörnern (70 Gramm je 1,69 Euro). Beide sind auf Basis von Weizen- und Erbsenprotein.
Vegane Salami: Tierschutz und Genuss schließen sich nicht aus
Nun könnte man mit Blick ins Kühlregal denken, dass es längst genügend Wurstalternativen im Handel gibt. Zumal mit Rügenwalder Mühle und Billie Green gleich zwei „Lekka“-Konkurrenten pflanzliche Salami anbieten. Dabei dominiert Rügenwalder Mühle den Markt, besonders seine „Salami Feinschmecker Art“ überzeugt. Und Billie Green, erst 2022 gegründet, bietet vier Salami-Sorten an.
Nun also „Lekka“. Optisch sehen die Scheiben schon mal krass nach Salami aus. Auch im Geschmackstest beim „Pressday Plantbased“ im „Foodlab“ in der HafenCity überrascht die Pflanzenwurst positiv: Bissfest ist die Scheibe, extrem saftig und schön würzig. Besonders die pfeffrige Sorte ist geschmacklich großartig – egal, ob pur oder auf einem Bauernbrot mit knackiger Kruste. Und wer sich ein bisschen italienische Kulinarik nach Hause holen möchte, probiert die vegane Salami auf einer Pizza aus.
Die Konsistenz kommt nicht von ungefähr. Project Eaden hat eine besondere Herstellungsmethode: Die Zutaten werden zu pflanzlichen Fleischfasern. „Dabei kommt eine von der Textilindustrie inspirierte Faserspinntechnologie zum Einsatz“, so der Hersteller, mit der „pflanzliche Proteine aus Erbsen und Weizen zu authentischer Fleischstruktur verarbeitet“ werden.
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Wer die Entwicklung von veganem Aufschnitt über die Jahre verfolgt hat, wird feststellen, dass sich da geschmacklich ordentlich was verändert hat. Das Project Eaden will „echtes Fleischerlebnis kreieren – aber eben aus Pflanzen“. Tierschutz und Genuss schließen sich längst nicht mehr aus. Wie bei der neuen Salami gleichen sich immer mehr Produkte bei Biss, Konsistenz und Geschmack dem tierischen Original an – was den Zusatz von Zucker angeht, allerdings leider auch.