Entwurf vorgestellt: Die Oper ist ein Treffer für Hamburg
Wie ein „Stapel Schlapphüte“ sehe das aus! „Quatsch, das ist der Alsterpavillon in groß!“ „Ein Stapel Pfannkuchen?“ „Nee, wie der Bug einer Riesenjacht von Abramowitsch!“ Als die Kulturbehörde am Donnerstagmorgen urplötzlich und sehr kurzfristig zu einer Pressekonferenz lud und dort den Siegerentwurf für die Kühne-Oper vorstellte, gab‘s bei uns in der Redaktion angesichts der Bilder erstmal spontanes Assoziations-Bingo. Falsch lagen wir alle: Der spektakuläre Entwurf, so berichtete der dänische Architekt, solle an die Blätter einer Seerose erinnern.
Unabhängig von den generellen Fragestellungen zu Finanzierung und Sinnhaftigkeit kann man eines attestieren: Das Konzept ist architektonisch schon ein Knaller. Das ganze Gebäude, mit begehbaren Rampen versehen, terrassenförmig in die angrenzende Parkanlage integriert, alles begeh- und besteigbar und in direkter Wasserlage – es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn das nicht ankäme, bei Touristen und Hamburgern.
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Wer Kopenhagen und Co. kennt: Die Skandinavier können bestens, was bei uns selten gelingt: urbane Plätze lebenswert und lebendig machen. Die Osloer Oper und der Feldstraßenbunker werden wohl Inspirationsquelle gewesen sein …
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