Böllerverbot: Ein Jahr einfach verplempert
Da neigt sich das Jahr langsam dem Ende zu und wumms ist sie wieder da, die Debatte um ein Böllerverbot. Die Bundesregierung und die Länder haben das Thema schlicht ein weiteres Jahr ignoriert. Auch Hamburg, wo man glaubt, dass ein paar symbolische Verbotszonen ausreichen.
Dabei haben inzwischen mehr als 2,2 Millionen Menschen eine Petition der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für ein bundesweites Böllerverbot unterzeichnet, fast 670.000 Unterschriften stehen unter einer ähnlichen Petition der Deutschen Umwelthilfe. 55 Organisationen, darunter GdP, Umwelt- und Tierschützer sowie Kinderhilfswerk, unterstützen das Bündnis #böllerciao.
Mehr als 2,2 Millionen Unterschriften gegen Knallerei
Lange gehörte ich zu jenen, die in spätpubertierender Manier meinten, dass das Zünden von Knallkörpern zur persönlichen Freiheit dazugehört. Aber was soll das für eine Freiheit sein, die Haus- und Wildtiere in Angst und Schrecken versetzt? Die dafür sorgt, dass Notaufnahmen überfüllt sind, Menschen schwer verletzt sowie Polizei- und Rettungskräfte unter Beschuss genommen werden?
Bei den umstrittenen Grenzkontrollen werden auch immer mehr Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz aufgedeckt. Dazu gehört auch die unerlaubte Einfuhr von Feuerwerkskörpern. Im Jahr 2021 gab es 417 entdeckte Fälle, im vergangenen Jahr waren es 1074, die meisten natürlich jeweils im Dezember.
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Wir täten gut daran, uns ein Beispiel an unseren niederländischen Nachbarn zu nehmen. Dort ist ab dem Jahreswechsel 2026/2027 privates Feuerwerk verboten.
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