„Meine ganze Existenz“: Beliebtes Hamburger Café braucht nach Feuer dringend Hilfe
Nach einem Feuer musste das Café „Karl, Günter und Marie“ in Eppendorf vergangene Woche dichtmachen. Inhaber Georg Kratzer (58) ist fassungslos, seit acht Jahren betreibt er den Laden. „Es ist mehr als ein Café, es ist ein Treffpunkt für viele in der Gegend“, sagt er. Doch ob die Versicherung alles abdecken wird, ist ungewiss. Jetzt läuft eine Spendenkampagne – mit überwältigender Anteilnahme.
Die Katastrophe begann Dienstagnacht vor einer Woche: Anwohner bemerkten ein Feuer im Café „Karl, Günter und Marie“ in der Erikastraße. „Zwar war es nicht groß, aber es entwickelten sich viel Hitze und Rauch. Die Ursache kennen wir bisher nicht“, sagt Kratzer im Gespräch mit der MOPO. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts dauern noch an. Seitdem ist das Café geschlossen.
Fest steht jetzt schon: Alles muss raus – viele Möbel sind verkohlt, über allem liegt Ruß. „An diesem Mittwoch war ein erster Brandgutachter da, der sagte, es sei ein „finaler Schaden“. Das heißt, alle Gegenstände im Café müssen weggeworfen oder aufwendig gereinigt werden“, sagt Kratzer. „Den finanziellen Umfang kenne ich noch nicht genau, aber ich gehe davon aus, dass die Versicherung nicht alles abdeckt.“
„Café Marie“ in Eppendorf nach Brand geschlossen
Vor zehn Jahren kam der gebürtige Augsburger der Liebe wegen nach Hamburg. Zwei Jahre später eröffnete er das Café, in dem er neben Kaffee und Kuchen auch Frühstück, kleine Mittagsgerichte und einmal pro Woche ein Dinner serviert. Bald entwickelte sich das „Café Marie“, wie es von allen genannt wird, zum echten Nachbarschaftstreff.
„Der Laden ist meine ganze Existenz, seit acht Jahren betreibe ich ihn und will ihn unbedingt wieder aufmachen“, sagt Kratzer. Sein Lebenspartner hat deshalb eine Spendenkampagne auf „GoFundMe“ gestartet. „Versicherung, Schäden, Ausfälle – die Lücke ist groß. Und eines ist klar: Allein kann er das nicht schaffen. Deshalb bitten wir euch um Hilfe“, schreibt Daniel Seibert (56) auf der Kampagnenseite.
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Vor allem benötigen sie jetzt finanzielle Unterstützung für Aufräumarbeiten, Reparaturen und Ersatz für zerstörtes Inventar. Die Anteilnahme ist riesig: In sechs Tagen kamen schon fast 16.000 Euro zusammen. Auch auf Instagram senden viele Kunden dem Café gute Wünsche: „Ihr schafft das“ und „Wir drücken euch die Daumen“, schreiben sie.