Hamburg
Mehr Platz für Kultur: Nächster Ausbau für Florabunker geplant
Der Hochbunker im Florapark steht vor dem nächsten Ausbau: Die Oberetagen sollen modernisiert werden. Doch auch rund um den Bunker soll sich einiges ändern.
Kultur und Musik statt grauem Beton: Vier Jahre nachdem die ersten Mieter in den Florabunker in der Sternschanze gezogen sind, sollen nun auch die vier Oberetagen des Bunkers flottgemacht werden. Was geplant ist, wann der Ausbau startet – und wie viel er kostet.
Vor vier Jahren wurde der Florabunker zwischen Schulterblatt und Lippmannstraße nach jahrelanger Modernisierung von einem Drogen-Hotspot in einen Begegnungsort verwandelt. Nun nimmt die Stadt den nächsten Bauabschnitt in Angriff: Die bislang ungenutzten vier Obergeschosse mit einer Fläche von knapp 760 Quadratmetern sollen umfassend modernisiert werden.
Obergeschosse des Florabunkers: Proberäume geplant
„Mit dem Ausbau des Florabunkers entstehen mitten in der Schanze dringend benötigte Räume für Kultur, Musik und nachbarschaftliches Miteinander“, wie Stadtentwicklungs-Senatorin Karen Pein (SPD) sagt. Auch Sebastian Kloth, Bezirksamtsleiter in Altona, erhofft sich durch die Modernisierung einen neuen kulturellen „Hotspot“ für den Stadtteil.Geplant sind unter anderem neue, kostengünstige Proberäume für Musiker und Bands. Dafür müssen die Lüftung, Sanitäranlagen und der Brandschutz auf den neusten Stand gebracht werden. Auch rund um den Hochbunker soll sich einiges ändern: Moderne LED-Beleuchtung im Florapark soll Besuchern ein Gefühl von mehr Sicherheit geben. Außerdem wird die Photovoltaikanlage auf dem Dach erneuert und erweitert. Zusätzlich wird geprüft, ob künftig Wärmepumpen für eine umweltfreundlichere Beheizung des Gebäudes sorgen können.Ausbau soll Anfang 2027 abgeschlossen sein
Wann der Ausbau konkret starten soll, ist noch unklar. „Derzeit haben wir nur einen gröberen Zeitplan“, wie Mike Schlink, Pressesprecher des Bezirksamts Altona, auf Anfrage erklärt. „Dieser sieht vor, dass der Ausbau im späten Herbst dieses Jahres beginnen und Anfang 2027 abgeschlossen sein soll.“
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Kosten der Modernisierung liegen bei rund 550.000 Euro
Für den Ausbau nimmt die Stadt rund 550.000 Euro in die Hand. Davon stammen 150.000 Euro aus dem „Investiven Quartiersfonds“. Dieser hilft dabei, „gemeinsam mit dem Bezirk und engagierten Akteuren vor Ort gezielt in die Infrastruktur zu investieren und so das Quartier weiter zu stärken“, so Finanzsenator Andreas Dressel (SPD). Weitere rund 400.000 Euro kommen aus dem „Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere“ der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.
Der Bezirk Altona kaufte den Hochbunker 2013 – unter anderem um etwas gegen die damals noch präsente Drogenszene im Florapark zu unternehmen. Nach langer Planung begann 2019 der erste Innenausbau. Der Verein Kilimanschanzo betreibt seitdem eine Kletterhalle in dem Bunker. Der Verein RaumTeiler mit Band-Proberäumen und das JesusCenter sind weitere Mieter.
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