Mehr Geld im neuen Jahr: Gute Nachricht für 159.000 Hamburger
Spürbar mehr Geld pro Stunde und ein Plus auf dem Konto? Der Mindestlohn steigt ab 2026 deutlich – in Hamburg profitieren rund 159.000 Beschäftigte von der Anhebung.
Zum 1. Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn von 12,82 auf 13,90 Euro pro Stunde. Das hatten Gewerkschaften und Arbeitgeber in der Mindestlohnkommission bereits im vergangenen Sommer beschlossen. Ein weiterer Schritt folgt Anfang 2027, dann soll der Mindestlohn auf 14,60 Euro steigen.
Vor allem Gastronomie lebt von Mindestlohn
In Hamburg betrifft die Erhöhung ab 2026 rund 159.000 Beschäftigte – das sind 13,5 Prozent aller Jobs. Besonders verbreitet ist der Mindestlohn im Gastronomiegewerbe: Dort arbeitet mehr als jede zweite Beschäftigte zu dieser Lohnuntergrenze. Insgesamt liegt der Anteil der Mindestlohnjobs in den Dienstleistungsbranchen bei 14,6 Prozent. Für 2027 rechnet das Statistikamt Nord sogar mit bis zu 203.000 betroffenen Arbeitsverhältnissen.
DGB-Landeschefin Tanja Chawla begrüßt die Anhebung, sieht aber weiter Handlungsbedarf. Gerade mit Blick auf steigende Lebenshaltungskosten und drohende Altersarmut reiche der Mindestlohn noch nicht aus. Ziel müsse ein Lohnniveau von etwa 15 Euro sein, wie es die EU-Mindestlohnrichtlinie vorsieht.
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Der neue Mindestlohn ist für alle Arbeitgeber verbindlich. Stundenlöhne unter 13,90 Euro sind rechtswidrig. Wie der DGB mitteilt, bringe die Erhöhung Vollzeitbeschäftigten laut Berechnungen in den kommenden Jahren mehrere tausend Euro brutto zusätzlich – und stärke zugleich die Kaufkraft. (apa)
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