Lufthansa-Maschinen stehen am Hamburger Flughafen. Am Dienstag haben Lufthansa-Piloten für einen Streik gestimmt. (Archivbild)

Lufthansa-Maschinen stehen am Hamburger Flughafen. Am Freitag ist ein Streik angekündigt. (Archivbild) Foto: picture alliance/dpa | Marcus Brandt

Wieder Streik bei der Lufthansa: Das sind die Auswirkungen auf Hamburg

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Die Lufthansa-Flüge ab Frankfurt und München stehen für 24 Stunden still: Das Kabinenpersonal ist zum Streik aufgerufen. So reagiert die Airline und das sind die Auswirkungen am Flughafen Hamburg:

Die Flugbegleiter der Lufthansa sind für diesen Freitag zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand ist von 00.01 Uhr bis 22 Uhr vorgesehen, wie die Gewerkschaft Ufo mitteilte. „Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München“, hieß es. Das sind die Drehkreuze der Lufthansa, zahlreichen Fluggästen drohen damit Flugausfälle. Bestreikt werden außerdem, „alle Abflüge der Lufthansa CityLine von den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover“, wie die Gewerkschaft ankündigte.

In einer Urabstimmung hatten die Kabinenbeschäftigten der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline Ende März mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt. Bei der Kerngesellschaft stimmten rund 94 Prozent für Streiks, bei der Cityline knapp 99 Prozent.

Der Hamburger Flughafen teilte am Donnerstag mit, dass alle Lufthansa-Flüge von und nach Frankfurt am Freitag gestrichen werden. Es handelt sich um 13 Abflüge und 13 Ankünfte. Die Verbindungen nach München (12 Ankünfte und 12 Abflüge) sind bis auf zwei Abflüge und zwei Ankünfte alle gestrichen. Bei den verbleibenden Verbindungen handelt es sich um folgende Flüge: LH 2056 und LH2062 // LH2057 und LH2063.

Passagiere, die in dem genannten Zeitraum Lufthansa-Flüge gebucht haben oder von Flugausfällen betroffen sind, sollen für mehr Informationen direkt die Webseite der Lufthansa kontaktieren.

Lufthansa fordert Wiederaufnahme von Gesprächen 

„Wir haben die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten. Dass es nun dennoch zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr aus den Ferien kommen kann, ist uns sehr bewusst und wir bedauern das ausdrücklich“, heißt es in einer Stellungnahme des Ufo-Vorsitzenden Joachim Vázquez Bürger. Der Streik wäre aus seiner Sicht vermeidbar gewesen – „die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, sagte er.

Tragfähige Lösungen könnten nur im Dialog gefunden werden, Streiks müssten stets das letzte Mittel bleiben, teilte die Lufthansa am Abend mit. „Wir fordern die Gewerkschaft deshalb auf, die Gespräche mit uns wieder aufzunehmen. Wir sind jederzeit dazu bereit.“

Rückreiseverkehr nach Ostern betroffen

Der erneute Streikaufruf der Gewerkschaft Ufo treffe „unsere Fluggäste inmitten des Rückreiseverkehrs zum Ende der Osterferien besonders hart“, hieß es von Lufthansa. Kundinnen und Kunden würden automatisch benachrichtigt, sollte ihr Flug betroffen sein.



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In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und nach Ufo-Angaben um eine fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr enden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines. (dpa)

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