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Hamburgs hässlichste Straße: Hier wird es besonders schräg

Ein verfallendes Haus an der Kieler Straße.
Diese Schrott-Immobilie Kieler Straße 695-97 soll abgerissen werden.

Die Kieler Straße ist die vielleicht hässlichste Straße Hamburgs. Die Autos rasen hier teils auf sechs Spuren in beide Richtungen, heruntergekommene Gewerbebauten wechseln sich mit Tankstellen und Discountern ab. Besonders schräg wird es kurz vor dem Eidelstedter Platz – und genau hier befindet sich gleich ein ganzer Riegel von Gebäuden, die „Lost Places“ geworden sind.

Fangen wir einmal mit der Hausnummer Kieler Straße 693 an. Auf Anfrage teilt das zuständige Bezirksamt Eimsbüttel mit, dass ein Vorbescheid für Abriss und Neubau erteilt wurde, doch der ist inzwischen abgelaufen. Daraufhin hat der Eigentümer erneut einen Vorbescheid erteilt bekommen, hätte also einen Bauantrag einreichen können, hat das aber unterlassen.

Der Hamburger Immobilienboom ist vorbei

So etwas wird es in Hamburg künftig wohl in jedem Stadtteil geben. Der Immobilienboom ist vorbei, die Preise für Eigentumswohnungen sinken, aber die Baukosten steigen. Da wird es für viele Projektentwickler eng, zumal sie für ihre nötigen Finanzierungen auch inzwischen recht hohe Zinsen zahlen müssen, wenn sie denn überhaupt noch einen Kredit für einen Neubau erhalten.

Eine große Baulücke tut sich neben den Häuserdn auf.
Vor den Gammel-Häusern befindet sich eine große Baulücke mit einem Sandhaufen.

Aber weiter entlang des Lost-Place-Riegels. In einem Flachbau Hausnummer 695 befand sich 16 Jahre lang das Geschäft „Kurt Soltau Brandschutz“. Doch 2018 zog das Unternehmen aus und eröffnete an der Lornsenstraße 126 in Schenefeld (Kreis Pinneberg) neu. Das verlassene Geschäft wurde nie neu vermietet, das Gebäude verfällt. Genauso wie das kleine Wohnhaus Hausnummer 697 daneben. Es ist wohl mehr als 120 Jahre alt und abrissreif. Hier wurde ein Antrag auf Abbruch eingereicht und auch ein Antrag für einen Neubau. Laut Bezirksamt werden diese Anträge gerade geprüft. Ebenfalls ziemlich ramponiert sieht das Gebäude Kieler Straße 699 aus. Hier liegen beim Amt aber bisher keine Anträge vor.

Eine verlassene Corvette steht neben dem baufälligen Haus.
Neben einem der Gammelhäuser gammelt auch diese Corvette vor sich hin.

In einem gewissen Kontrast zu dem heruntergekommenen Gebäude steht hier in der Einfahrt ein US-Supersportwagen Corvette C5. Doch das silber-farbene 344 PS starke und knapp 280 Km/h schnelle Fahrzeug wurde vermutlich schon lange nicht mehr bewegt, an den Scheiben bildet sich bereits Moos.

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Sieht also gerade nicht so aus, als würde sich das Bild der Kieler Straße hier in naher Zukunft verbessern.

Die Kieler Straße ist die vielleicht hässlichste Straße Hamburgs. Die Autos rasen hier teils auf sechs Spuren in beide Richtungen, heruntergekommene Gewerbebauten wechseln sich mit Tankstellen und Discountern ab. Besonders schräg wird es kurz vor dem Eidelstedter Platz – und genau hier befindet sich gleich ein ganzer Riegel von Gebäuden, die „Lost Places“ geworden sind.