Brüder kaufen „Lost Place“: Neun Millionen Euro für ein ehemaliges Nobelhotel

Seit Jahren hat das ehemalige Vier-Sterne-Hotel „Park Hotel“ unweit des Ahrensburger Schlosses nicht mehr geöffnet.
Seit Jahren hat das ehemalige Vier-Sterne-Hotel „Park Hotel“ unweit des Ahrensburger Schlosses nicht mehr geöffnet.

„Empfohlen vom Guide Michelin“, steht auf einem Schild am Eingang des Ahrensburger „Park Hotels“. Doch das ist lange vorbei. Die frühere Nobelherberge entwickelt sich zum „Lost Place“. Immerhin 9,2 Millionen Euro hatten 2022 zwei Investoren für die Immobilie bezahlt. Nun rätseln die Ahrensburger, was sie vorhaben.

Alles begann mit einer Zwangsversteigerung, welche die Postbank beantragt hatte. Die Bank hatte Forderungen in Höhe von 19 Millionen Euro gegenüber den früheren Betreibern des Vier-Sterne-Hotels. Der Verkehrswert der Immobilie lag damals bei lediglich 6,6 Millionen Euro. Dafür im Angebot: 7300 Quadratmeter Nutzfläche, 109 Gästezimmer, Tiefgarage mit 57 Stellplätzen, Schwimmbad und Sauna.

Neueröffnung der Hotels stockt – doch der Grund ist wohl nicht das Geld

Beim Versteigerungstermin im Jahr 2022 stockten die Gebote eines eher konservativ rechnenden Investors dann auch bei 6,7 Millionen Euro. Ein Hamburger Unternehmer bot dann neun Millionen Euro – und wurde schließlich von den Brüdern Haydar und Ahmed Al-Talkani überboten. „So schnell wie möglich“ wollten beide das Hotel in bester Lage dicht beim Ahrensburger Schloss wieder öffnen, hieß es damals. Doch geschehen ist seitdem nichts. Die aus dem Irak stammenden Brüder besitzen in Schleswig-Holstein auch das Herrenhaus Grabau, weitere Hotels sowie in Hamburg das zurzeit geschlossene „Hotel Stadt Altona“ an der Louise-Schröder-Straße.

Das könnte Sie auch interessieren: Verhungertes Baby im Norden: Ashley wog am Ende kaum noch ein Kilo

Die MOPO befragte Haydar Al-Talkani zu seinen Immobilien. Der Investor zur Zukunft des Ahrensburger „Park Hotels“: „Aus gesundheitlichen Gründen können wir keinen Termin für die Neueröffnung festlegen.“ Laut Al-Talkani seien im „Hotel Stadt Altona“ zurzeit Flüchtlinge aus der Ukraine untergebracht. Zu Gerüchten, dass ihm das Geld ausgegangen sei, äußerte sich Al-Talkani gegenüber der MOPO so: „Wir befinden uns in einer besten finanziellen Lage. Wir hoffen nur, dass unsere gesundheitliche Lage sich verbessert.“

„Empfohlen vom Guide Michelin“, steht auf einem Schild am Eingang des Ahrensburger „Park Hotels“. Doch das ist lange vorbei. Die frühere Nobelherberge entwickelt sich zum „Lost Place“. Immerhin 9,2 Millionen Euro hatten 2022 zwei Investoren für die Immobilie bezahlt. Nun rätseln die Ahrensburger, was sie vorhaben.