In der Küche des „Haebel“ auf St. Pauli wird wieder gearbeitet.

In der Küche des „Haebel“ auf St. Pauli wird wieder gearbeitet. Foto: Justus Keller/Haebel

Lokal drei Wochen dicht! Spitzenkoch musste Neustart verschieben – das ist der Grund

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Was für ein Albtraum für Gastronom Fabio Haebel: Das Restaurant war gerade fertig renoviert, die Menükarte neu geschrieben – und dann gab es einen folgenschweren Kurzschluss am Tag der Eröffnung. Die MOPO hat mit ihm gesprochen: Was in seinem Sterne-Restaurant „Haebel“ auf St. Pauli passiert ist – und was die Gäste jetzt nach der Wiedereröffnung Neues erwartet.

Es sollte ein Neustart zum Jahresbeginn werden: Fabio Haebel hatte sein Restaurant in der Paul-Roosen-Straße 31 renovieren lassen, das Küchenteam neu aufgestellt und die Menükarte neu geschrieben. Doch dann gab es – am Tag der Wiedereröffnung – einen Kabelbrand „in der frisch gewarteten Anlage“. „Wir waren zum Glück vor Ort und konnten alles schnell löschen, eigentlich war das eine Lappalie“, sagt Haebel zur MOPO. „Das eigentliche Problem war, dass wir bis zur Lösung des Problems die Elektrik abstellen mussten, für ganze drei Wochen. Und dass der Rauchgeruch erst mal raus musste.“ Solange blieb das Restaurant geschlossen – „das sind natürlich hohe Umsatzeinbußen“.

Sterne-Restaurant „Haebel“ musste Wiedereröffnung verschieben

Erst seit kurzem hat das „Haebel“ wieder geöffnet. Anstoß für den Neustart war für Fabio Haebel unter anderem die Kündigung seines Küchenchefs Kevin Bürmann. Er ist nach MOPO-Informationen zu Tim Mälzers „Bullerei“ gewechselt. „Ich habe die Leitung in der Küche wieder selbst übernommen, das macht mir großen Spaß“, so Haebel. „Mein neu aufgestelltes Team um Küchenchef Philipp Albrecht und Souschef Malte Heinrich setzt sie um.“

Sterne-Gastronom Fabio Haebel (39) betreibt insgesamt drei Restaurants in Hamburg. Marius Röer
Sterne-Gastronom Fabio Haebel (39) betreibt insgesamt drei Restaurants in Hamburg.
Sterne-Gastronom Fabio Haebel (39) betreibt insgesamt drei Restaurants in Hamburg.

Das neue Menü passe gut zur Wetterlage: Es gebe unter anderem einen „wohlig-warmen“ Seafood-Hotpot, Brust und Keule von der Wachtel, Paté en Croute von der Ente (Pastete im Teigmantel) und einen Apfelstrudel-Bonbon. „Außerdem haben wir ganz neu einen Käsetisch eingeführt“, so der Gastronom und Koch. Am Stehtisch mitten im Gastraum können die Gäste Wein und Käse vom französischen „Käseveredeler“ Bernard Antony bestellen. Bald sollen Gäste auch einzelne Gerichte (à la carte) ordern können, zumindest an einigen Tagen.

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Auch das Ambiente hat sich verändert: Ein neuer Tresen mit Barhockern, Thermo-Vorhänge vor den Fenstern, frisch gestrichene Wände, eine 1,80 Meter-Kunstinstallation aus Trockenblumen an der Decke. „Das Ziel war es, etwas mehr Intimität und Gemütlichkeit zu schaffen“, so Haebel. „Wir freuen uns sehr, zurück zu sein.“

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