Lieber vorsichtig sein: Schneeschippen kann Rücken und Herz belasten. (Symbolbild)

Lieber vorsichtig sein: Schneeschippen kann Rücken und Herz belasten. (Symbolbild) Foto: picture alliance / Wedel/Kirchner-Media

Leute, Vorsicht beim Schneeschippen!

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Aktuell gönnt Schnee-Petrus Hamburg noch eine kurze Pause, doch schon ab Mittwochnachmittag und am Freitag soll es wieder kräftig schneien. Spätestens dann müssen viele Hamburger wieder zur Schneeschaufel greifen. Doch Achtung: Für manche kann Schneeschippen richtig gefährlich sein!

Früh morgens, gerade aufgestanden und sofort hektisch raus, um Wege vor dem Haus noch vor der Arbeit von Schnee und Eis zu befreien – eigentlich vorbildlich, und trotzdem sollte man das Schneeschippen lieber nicht so angehen. Denn die ungewohnte Arbeit kann richtig anstrengend sein und damit nicht nur untrainierte Muskeln, sondern auch das Herz stark belasten.

Minustemperaturen: Deshalb kann Kälte gefährlich sein

Durch die Kälte ziehen sich Blutgefäße zusammen und das Herz muss stärker pumpen, um das Blut weiterhin durch die verengten Adern zu befördern. Der Blutdruck steigt. Für Menschen mit Vorerkrankungen am Herzen kann das gefährlich werden. Die Deutsche Herzstiftung verweist auf eine Beobachtungsstudie, nach der in 27 Ländern das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, an extremen Kältetagen deutlich höher sei. Das Risiko für einen tödlichen Herzinfarkt steige demzufolge um 33 Prozent, das Risiko für einen tödlichen Verlauf einer chronischen Herzschwäche sogar um 37 Prozent.

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Kommt jetzt auch noch eine plötzliche körperliche Anstrengung wie beim Schneeschippen hinzu, sollte man besonders vorsichtig sein – denn die Arbeit hat es richtig in sich und schon nach nur zwei Minuten steigen Puls und Blutdruck stark an. Die Deutsche Herzstiftung rät Herzpatienten deshalb, nicht selbst zur Schippe zu greifen. Auch ältere Personen, Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes und Menschen mit Bluthochdruck gelten als Risikogruppen.

Schneeschippen: So machen Sie es richtig

Und wenn man die Schaufel nicht abgeben kann oder will? Am besten einen Schal vor Nase und Mund legen, damit nicht ganz so kalte Luft in die Atemwege gelangt, rät die Deutsche Herzstiftung. Und: Es langsam angehen lassen und regelmäßig Pause einlegen, um sich nicht zu überlasten.

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Im Übrigen ist Schneeschippen auch für die Rückenmuskeln nicht ohne. Bei einem „Kaltstart” kann es da schon mal zu Zerrungen oder anderen Verletzungen kommen. Deshalb am besten vorher aufwärmen, Schultern, Rücken und Arme bewegen und sich warm anziehen. Außerdem sollte man den Schnee besser schieben als heben. Zudem ist es sinnvoll, die Schaufel zwischendurch in die andere Hand zu nehmen, um die Belastung zu wechseln.

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