Lauter Knall: Oberleitung reißt am Hamburger Hauptbahnhof – Gleise gesperrt
Am Hamburger Hauptbahnhof haben Reisende am Sonntagnachmittag plötzlich einen lauten Knall gehört: Eine Oberleitung riss – schon wieder. Der Zugverkehr war beeinträchtigt. Auch am Montagmorgen sind noch Gleise gesperrt.
Der Vorfall passierte am Sonntag gegen 16.30 Uhr. Ein ICE aus München fuhr auf Gleis 8 in den Hamburger Hauptbahnhof ein. Als die Fahrgäste ausstiegen, gab es einen lauten Knall. Laut einem Sprecher der Bundespolizei riss die Oberleitung auf Höhe der Ernst-Merck-Brücke und lag auf dem Dach des Zuges.
Hamburger Hauptbahnhof: ICE fährt ein – Oberleitung reißt
Die Ernst-Merck-Brücke war zwischenzeitlich vollständig für den Verkehr gesperrt. Der Strom in den Oberleitungen für den Fernverkehr wurde abgeschaltet und Gleis 8 geräumt. Bundespolizisten und Mitarbeiter der DB Sicherheit halfen den Reisenden dabei, die Bahn zu verlassen. Um kurz vor 18 Uhr war der polizeiliche Einsatz beendet.
Das könnte Sie auch interessieren: Salon Harry: „Früher ließen sich Luden hier täglich zweimal frisieren und föhnen“
„Kurzzeitig mussten alle Gleise am Hauptbahnhof gesperrt werden“, sagte ein Bahnsprecher. Das sorgte für Verspätungen und Ausfälle im Regional- und Fernverkehr. „Nachdem Techniker die Oberleitungsanlage überprüft hatten, konnte der Zugverkehr wieder aufgenommen werden.“
Gleise 7 bis 9 auch am Montagmorgen gesperrt
Die Gleise 7 bis 9 bleiben auch am Montagmorgen noch für die Reparatur gesperrt, sagte eine Bahnsprecherin zur MOPO. Im Laufe des Vormittags sollen sie wieder freigegeben werden. Ob es durch die anhaltende Sperrung zu Beeinträchtigungen im Zugverkehr kommt, ist unklar. Fahrgäste sollen sich online auf der Seite der Bahn informieren. Die Ursache für den Defekt wird weiterhin untersucht.
Erst vor einer Woche war am Hauptbahnhof eine Oberleitung gerissen, drei Gleise mussten gesperrt werden, die Züge wurden umgeleitet. Damals war der Grund ein Kurzschluss gewesen.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.