Kurioser Name, spannendes Konzept: Das steckt hinter diesem neuen Bistro in Hamburg
Ungewöhnlicher Name, spannendes Konzept: Das französische Bistro „Ugly Duckling“ hat in der Altstadt eröffnet. Für die Vorbereitungen ist das Gastro-Paar Lenja Bahlburg und Clément Noël monatelang durch Südfrankreich gereist. Die MOPO hat nachgefragt, worauf die Gastronomen Wert legen und was die Gäste erwartet.
Ein halbes Jahr lang sind Lenja Bahlburg und Clément Noël durch das Elsass und durch Südfrankreich gereist. „Wir hatten Elternzeit und haben jeden einzelnen Winzer persönlich besucht. Alle unsere 33 Weine haben wir vor Ort ausgewählt“, sagt Lenja Bahlburg zur MOPO. Die 29-Jährige kocht im „Ugly Duckling“, ihr Freund ist der Wein-Experte.
Das französische Bistro „Ugly Duckling“ hat in Hamburg eröffnet
In ihrem Bistro in der Kleinen Reichenstraße 1 (Hamburg-Altstadt) – früher war hier das thailändische Lokal „Mama Si“ zu Hause – gibt es moderne europäische Küche. Weil Clément aus Frankreich kommt, liege der Fokus aber auf französischen Speisen. Mittags gibt es zwei bis drei Gänge (ab 22 Euro). „In Frankreich trinkt man auch mittags schon ein Glas Wein zum Essen“, so Bahlburg. „Dort ist es ganz normal, auch mittags das Essen zu genießen, anstatt nur schnell satt zu werden.“
„Wir verwenden nur Waren und Weine, hinter deren Produktion wir stehen können. Ohne Tierleid und mit fairen Entlohnungen“, sagt Lenja Bahlburg. „Das Gemüse ist zu 99 Prozent bio, der Rest kommt aus unserem eigenen Garten. Das Fleisch ist komplett bio und wir verarbeiten das ganze Tier. Wir rufen lieber höhere Preise auf und unterstützen so aber kleinere Produzenten.“
44 Plätze gibt es drinnen, 18 weitere soll es zukünftig auf der Terrasse geben. Die Karte wechselt täglich, abends ist die Auswahl etwas größer. So gibt es zum Beispiel leicht angebeizte Makrelen mit einer Soße aus Jalapeños oder Schellfisch mit Sylter Muscheln und jungen Erbsen. Oder auch marinierte kurze Rippe vom Rind, die erst lange bei niedriger Temperatur gegart wird und dann noch mal auf den Holzkohlegrill kommt. „Wir haben hier auch immer den Croque Monsieur mit hausgebackenem Brot“, so Lenja Bahlburg.
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Vor zwei Jahren hatten sie und Clément Noël ihr Konzept schon einmal verwirklicht, damals aber als temporäres Pop-up-Lokal „Puzata“ an der Karolinenstraße. Nun also ihr erstes festes Bistro. Warum der ungewöhnliche Name „Ugly Duckling“? „Er spielt auf das Märchen vom hässlichen Entlein an“, so Bahlburg. „Es geht um das Gefühl des Outsiders oder davon, nicht gesehen zu werden.“