Rund 260 Kurden demonstrierten in Harburg

Unter dem Slogan „Defend Rojava“ machten die Teilnehmer der Demo in Harburg auf die Lage im kurdischen Autonomiegebiet in Syrien aufmerksam. Foto: André Lenthe

Kurdendemo in Harburg: Provokationen von türkischen Nationalisten

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Rund 260 Kurdinnen und Kurden zogen am Sonntagnachmittag durch Harburg. Die Demonstration startete gegen 16 Uhr am Seeveplatz, führte nach Informationen der Polizei durch das Phoenix-Viertel und über den Harburger Ring bis zum Rathausplatz.

Unter dem Motto „Defend Rojava“ machten die Teilnehmer auf die Lage im kurdischen Autonomiegebiet in Syrien aufmerksam. Sie kritisierten das Vorgehen der Türkei rund um die Stadt Kobane, wo türkische Truppen Stellung bezogen haben sollen.

Spannung entstand besonders im Phoenix-Viertel: Kurz nach 16 Uhr provozierten mehrere türkische Nationalisten von einem Balkon in der Eddelbüttelstraße die Demonstranten mit Parolen. Die Polizei bildete eine Schutzkette und verhinderte, dass aufgebrachte Teilnehmer das Wohnhaus stürmten. Stattdessen reagierten die Demonstranten mit lauten Sprechchören und zogen weiter.

Harburg: Demo endete eine Stunde früher als geplant

Trotz der hitzigen Szene blieb die Lage insgesamt friedlich, so die Polizei. Die Demo wurde bereits um 16.55 Uhr auf dem Rathausplatz beendet – eine Stunde früher als geplant.

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Für Ärger sorgte der Protest allerdings im Nahverkehr: Zahlreiche Buslinien mussten während der Demo umgeleitet werden. Der Busverkehr in der Harburger Innenstadt war zeitweise massiv gestört.

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