Kunst aus Schnee: Winterwetter lässt Hamburger kreativ werden
Der Schnee hat Hamburg in eine Märchenlandschaft verwandelt. Tausende zog es deshalb am Wochenende zum Spaziergehen, Schlitten- oder Schlittschuhfahren nach draußen. Und noch etwas bewirkt das weiße Wunder: Es lässt die Hamburger kreativ werden. Besonders an der Alster gibt es Skulpturen voller Fantasiereichtum zu entdecken.
Eine weiße Schlange schlängelt sich um einen Baum nahe des Anglo-German Club am Harvestehuder Weg. Wenige Meter weiter klebt ein Hase an einem Stamm, so als ob er – ähnlich wie im Comic – gegen das Holz gerannt und kleben geblieben wäre.

Schneemänner, Schlangen, Hasen am Baum: Alsterufer wird zur Kreativzone
Besonders einfallsreich geht es jedoch auf der Krugkoppelbrücke und auf der Fernsichtbrücke zu, wo wie schon in den Jahren zuvor kleine Schneemänner von der Brüstung grüßen. Anders als sonst hat sich da jedoch diesmal eine ganze Parade aus hunderten kleiner Skulpturen versammelt.
Das könnte auch die Reaktion auf das sogenannte „Schneemann-Massaker“ sein, das in den Sozialen Medien viral ging und einen Mann zeigte, der die bis dahin aufgebauten Schneemännchen in zerstörerischer Absicht vom Geländer fegte.

Hunderte Hamburger kamen auf die Brücken, um Wiederaufbauarbeit zu leisten. Sie formten Männlein und Weiblein mit den verrücktesten Accessoires. Manche tragen bunte Mützen, manche Punkfrisuren. Es gibt Schneemänner, die mit politischen Plakaten gegen die AfD kämpfen. Andere schwingen Hanteln und werben für ein Fitnessstudio. Wieder andere sind als St. Pauli-Ultras ausgestattet. Es gibt Katzen, Hunde, Kaninchen. Machos oder Busenwunder.
Menschen stehen Schlange, um die Schneemann-Parade an der Alster zu fotografieren
Bei den Passanten lösten die Skulpturen höchste Bewunderung aus. In keinem Kunstmuseum der Stadt war der Besucherandrang am Wochenende so groß wie auf den beiden Brücken im Norden der Außenalster. Um Fotos von den Figuren machen zu können, musste man zwischenzeitlich Schlange stehen, so voll war es. Gerührt filmten und knipsten die Menschen die niedlichen Gestalten mit den Kugelbäuchen und schickten die Bilder in alle Welt.
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Damit wurden die Krugkoppel- und Fernsichtbrücke am Wochenende zum Gute-Laune-Hotspot in der Stadt.
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