Kulturfestival vor dem Aus: Altonale kämpft ums Überleben
Die Altonale kämpft ums Überleben. Nun bittet das Kulturfestival aus Altona öffentlich um Geld: Mit einer Crowdfunding-Kampagne wollen die Veranstalter das Festival retten. Das Ziel: 90.000 Euro.
Das Festival sei in einer „existenzbedrohenden finanziellen Lage“, heißt es in dem Spendenaufruf. Es bestehe ein „erheblicher Fehlbetrag“. Ohne zusätzliche Unterstützung sei der Erhalt gefährdet.
Hamburg: Die Altonale besteht seit 25 Jahren
Die Altonale versteht sich seit mehr als 25 Jahren als „offenes, nicht-kommerzielles Festival der kulturellen Vielfalt“. 2025 zählte das Format zusammen mit dem Straßenkunstfestival „STAMP” nach eigenen Angaben über 150.000 Besucher bei 244 Veranstaltungen.

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Die Veranstalter betonen, dass das Festival nur zu rund 20 Prozent von der Stadt Hamburg finanziert werde. 80 Prozent der Mittel müssten Jahr für Jahr selbst eingeworben werden. Genau das werde nun zum Problem, denn wegen der gesamtwirtschaftlichen Lage seien Sponsorengelder weggebrochen und gleichzeitig Kosten gestiegen. „Was über Jahrzehnte gewachsen ist, steht nun auf dem Spiel.” Ganz neu ist die finanzielle Schieflage allerdings nicht: Auch über die vergangenen drei Jahre sei ein Fehlbetrag entstanden.
Altona: Festival braucht 90.000 Euro bis Ende Juni
Die Spendengelder sollen direkt in die Umsetzung der altonale 2026 und der kommenden Fahre fließen und zentrale Kosten wie Logistik, Technik, Sicherheitsauflagen sowie Honorare und Gagen der Künstler decken.
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Bis zum 21. Juni sollen nun 90.000 Euro gesammelt werden. Die Kampagne startete am Donnerstag. Am frühen Nachmittag waren mehr als 4000 Euro zusammengekommen. Ob das traditionsreiche Festival in seiner bisherigen Form bestehen kann, hängt nun von der Resonanz auf den Spendenaufruf ab. (nf)
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