Kulinarische Weltreise, spannende Läden: Hier macht ein Hamburg-Bummel richtig Spaß
Sie ist nur rund 500 Meter lang, bietet aber so viel Abwechslung wie kaum eine andere (Neben-)Straße in Hamburg. Restaurants und Cafés wechseln sich mit inhabergeführten Geschäften ab. An jeder Ecke gibt es Neues zu entdecken. Auch historisch ist die Straße interessant: In der Nr. 56 lebten die drei Stender-Brüder, Widerstandskämpfer in der NS-Zeit.
Gedenken an Hamburger Widerstandskämpfer der NS-Zeit
Bevor wir zum Essen und Shoppen starten, schauen wir auf das Haus mit der Nr. 56. Hier lebten Anfang des 20. Jahrhunderts die drei Brüder Rudolf, Ernst und Werner Stender, die schon als Jugendliche in der Arbeiterjugend organisiert waren. Alle drei versuchten, die Machtübernahme Hitlers zu verhindern, und wurden gefoltert, wegen Hochverrats angeklagt oder kamen in KZ-Haft. Werner überlebte als Einziger die Nazi-Zeit.
Japanische Impressionen in Hamburg
Hinter der Geibelstraße lohnt der erste längere Shopping-Stopp: Bei „Saroshi-Design“ gibt es seit fast 40 Jahren alles, was Japan-Liebhaber wünschen. Geschirr, Lampen, Schalen, Kimonos, Tatami-Matten und im Garten sogar einen Pavillon für die Teezeremonie. In eigener Werkstatt werden seit Jahrzehnten Schiebetüren (Shoji) hergestellt, die auch bei Hamburgern sehr beliebt sind.
Kulinarische Weltreise in Hamburg-Winterhude
Was auch immer man essen möchte – auf der Gertigstraße gibt es (fast) alles. Libanesische Spezialitäten im Bistro „L’Emir“, Käsekuchen mit Blaubeeren, Himbeeren oder Limette im „Cheesecake Heaven“, indische Currys und Tandoori-Gerichte im „Authentikka“. Exotisch oder bodenständig, süß oder herzhaft – alles ist gleich um die Ecke.
Süße Geschenke an der Gertigstraße
Pralinen, Marmelade, Schokolade, Tee und Kaffee, aber auch Essig, Öl und Wein – die „Genussfaktorei“ hält, was der Name verspricht. Die kleinen und größeren Delikatessen sind hausgemacht und hübsch verpackt und eignen sich als Mitbringsel für den Eigenbedarf oder als besonderes Geschenk. Wer mag, probiert den Kaffee oder Tee gleich vor Ort und lässt sich vom netten Mitarbeiter Christian Becker beraten.
Mode shoppen in Winterhude: Schön angezogen
Klamotten – mal nicht als Massenware aus dem Kaufhaus, sondern als individuelle Lieblingsstücke aus dem kleinen Bekleidungsgeschäft. Damen- und Herrenmode, Jacken, Schuhe und Accessoires gibt es zum Beispiel bei „Tranzform“ in der Gertigstraße 10. Alles bezahlbar und gute Beratung natürlich inklusive. Gegenüber, in der Gertigstraße 13, verkauft Sandra Tautges hochwertige skandinavisch-puristische Lieblingsstücke von internationalen Designern.
After-Shopping-Drink in Hamburg-Winterhude
Zeit für eine Einkaufspause – und da bieten sich gleich zwei Einkehrmöglichkeiten an. Zum Abschluss-Kaffee in einen Ableger der schwedischen Kette „Espresso House“ wäre eine Option. Durch die großen Fenster lässt sich das lebhafte Treiben auf der Straße gut beobachten. Oder lieber auf einen Absacker in die „Berglund Bar“? Hier kann man gut die Zeit vergessen und in gemütlicher Atmosphäre bei gedimmtem Licht vor petrolfarbenen Wänden ebenfalls einen Espresso (mit Martini) trinken. Oder bei einem Gin Basil Smash den Bummel über die Gertigstraße noch mal Revue passieren lassen.