Kürzungen drohen in Planten un Blomen: Bezirk springt ein

Die Wasserlichtkonzerte locken an Sommerabenden Hunderte Zuschauer in den Park Planten un Blomen.
Die Wasserlichtkonzerte locken an Sommerabenden Hunderte Zuschauer in den Park Planten un Blomen.

Damit in Planten un Blomen 2026 nicht noch mehr Kulturangebote verschwinden, greift die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte nun selbst in die Kasse. Mit zusätzlichen bezirklichen Mitteln sollen drohende Kürzungen abgewendet und das Programm im Park gesichert werden.

Hintergrund ist laut Bezirksversammlung das seit Jahren unveränderte Budget der Umweltbehörde von 182.000 Euro pro Jahr. Wegen gestiegener Kosten für Honorare, Technik und Dienstleistungen hatte es bereits im vergangenen Jahr Einschnitte im Programm gegeben. Ohne zusätzliche Mittel wären in diesem Jahr weitere Kürzungen vorgesehen gewesen, unter anderem bei der Wasserlichtorgel, der Töpferstube, den Druckmedien und dem Teehaus im Japanischen Garten.

Bezirksversammlung will Kulturprogramm in Planten un Blomen kurzfristig sichern

Um das zu verhindern, stellt die Bezirksversammlung jetzt bis zu 18.100 Euro bereit. So sollen unter anderem Kinderprogramme, interkulturelle Veranstaltungen und weitere zentrale Angebote gesichert werden.

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Zugleich macht die Bezirksversammlung deutlich, dass die Finanzierung des Kulturprogramms eigentlich Aufgabe der zuständigen Fachbehörden ist. Die Aufstockung sei deshalb eine notwendige Kompensation, um das Angebot kurzfristig zu sichern.

Ernst Olcay Aydik, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bezirksfraktion, sagt: „Wir lassen nicht zu, dass das Kulturprogramm in Hamburgs Vorzeigepark schleichend kaputtgespart wird.“

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Steffi Wittern, umweltpolitische Sprecherin der Grünen-Bezirksfraktion, sagt: „Gerade in Zeiten knapper Kassen dürfen wir bei der Erlebbarkeit unserer städtischen Natur und Kultur keine Abstriche machen.“ Und Timo Fischer, Sprecher der FDP-Gruppe meint: „Insbesondere die Wasserlichtorgel ist ein echtes Highlight – für den Tourismus ebenso wie für viele Hamburgerinnen und Hamburger. Eintrittsfrei und offen für alle. Das muss auch in Zukunft so bleiben.“ (mp)