Warum der Ohlsdorfer Friedhof jetzt die Durchfahrtszeiten beschränkt
Wegen einer neuen Umleitung wurde der Ohlsdorfer Friedhof im vergangenen Jahr für viele Kröten zur Todesfalle. Die örtliche Gruppe des Nabu kam mit dem Einsammeln toter Tiere kaum hinterher. Mit Beginn der Krötenwanderung sollen jetzt die Durchfahrtszeiten vorübergehend eingeschränkt werden.
Zwischen Februar und April erwachen die Kröten aus der Winterstarre und machen sich auf den Weg zu ihren Laichplätzen – einige davon befinden sich in den Teichen des Ohlsdorfer Friedhofs. Sobald die Wanderung der Tiere startet, schließen die beiden Tore an der Fuhlsbüttler Straße und der Kleinen Horst früher. Das gab die Umweltbehörde am Donnerstag bekannt.
Die Tore sind dann von 6 bis 20 Uhr für den Autoverkehr geöffnet – statt bis 23 Uhr. Denn die Kröten wandern vor allem im Dunkeln. Zusätzlich schützen ehrenamtliche und angestellte Helfer die Tiere mit Amphibienschutzzäunen und tragen sie sicher über die Fahrbahn.
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Im vergangenen Jahr starben viele Kröten auf dem Friedhof, weil es aufgrund einer Umleitung mehr Verkehr gab. Noch bis 2027 finden auf der Wellingsbütteler Landstraße und dem Wellingsbüttler Weg Bauarbeiten statt. Hier werden Trinkwasser-, Strom-, Gas- und Telekommunikationsleitungen sowie das Abwassersiel erneuert und die Straße saniert. Anwohner mit einer Ausnahmegenehmigung dürfen währenddessen eine Abkürzung über den Friedhof nutzen. (abu)
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