Am Sonntagnachmittag versammelten sich hunderte Menschen auf dem Rathausmarkt und brachten ihre Freude über den Militäranschlag im Iran zum Ausdruck.

Am Sonntagnachmittag versammelten sich hunderte Menschen auf dem Rathausmarkt und brachten ihre Freude über den Militäranschlag im Iran zum Ausdruck. Foto: André Lenthe

Kriegsgegner und Jubel: Mehrere Iran-Kundgebungen in der Hamburger City

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Nach dem Militärschlag von den USA und Israel auf das Mullah-Regime im Iran haben bereits am Samstag tausende Menschen in der Hamburger Innenstadt demonstriert – und teils gefeiert. Auch am Sonntag finden mehrere solcher Kundgebungen statt, diesmal sind allerdings auch Kriegsgegner darunter.

Gegen 14 Uhr versammelten sich Demonstrierende unter dem Motto „Hände weg vom Iran“ für etwa eine Stunde am Heidi-Kabel-Platz, direkt neben dem Hamburger Hauptbahnhof.

Iran-Demo am Hauptbahnhof: „Hände weg vom Iran“

Die Teilnehmer protestierten gegen die militärischen Angriffe der USA und Israel auf den Iran. „Kriege beenden!“, war auf einem Banner des „Hamburger Forum“ zu lesen, das ebenfalls vor Ort war. Das „Hamburger Forum“ steht laut eigener Aussage für eine pazifistische und antimilitaristische Politik, stand in der Vergangenheit mehrfach in der Kritik, unter anderem wegen der Haltung zum Ukraine-Krieg. So stellte das Forum den russischen Angriffskrieg unter anderem als Reaktion auf die NATO-Osterweiterung dar.

Angemeldet wurde die Iran-Kundgebung von einer Privatperson, zu der die Polizei im Vorfeld etwa 50 Teilnehmer erwartet hatte. Ein Reporter vor Ort berichtete von rund 100 Demonstrierenden, der Polizei liegen bislang keine abschließenden Zahlen vor. Es gab keine Zwischenfälle.

Weitere Iran-Kundgebungen in der Hamburger Innenstadt

Währenddessen laufen auch noch andere Kundgebungen in der Stadt, die wiederum ihre Freude über den Angriff auf das Mullah-Regime zum Ausdruck bringen wollen: Seit 14 Uhr forderten Demonstrierende, darunter hauptsächlich Exil-Iraner, „Freiheit für den Iran“ auf dem Rathausmarkt. Anlass war die Meldung über den Tod von Ajatollah Ali Chamenei, dem politischen und geistigen Oberhaupt der Islamischen Republik. Die Stimmung vor Ort war ausgelassen, es wurde gesungen und getanzt. Zu sehen waren auch Flaggen der USA und Israels. Um 15.30 Uhr startete eine weitere Versammlung auf dem Gänsemarkt.

Am Samstag waren bereits tausende durch die Hamburger City gezogen unter dem Motto „Nein zur Islamischen Republik Iran!“. Einigen Demonstranten standen Tränen in den Augen. Redner betonten die Bedeutung eines Machtwechsels in Teheran. Entscheidend sei aber, wie es danach weitergehe. (aba)

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