Hamburg

Krass! So viel gibt Hamburg für Gassibeutel aus – und wo die meisten Hunde leben

33,3 Millionen Gassibeutel verteilt Hamburg im Jahr. Nicht alle landen ordnungsgemäß im Müll.
Nicht alle Gassibeutel landen ordnungsgemäß im Müll.

Der Trend geht zum Zweithund oder gleich zu einem ganzen Rudel. In Hamburg leben immer mehr bellende Vierbeiner. Wie viel Steuern sie der Stadt einbringen, was allein ihre Gassibeutel kosten, was die beliebtesten Rassen sind und wie viele Hunde jedes Jahr vom Tierheim Süderstraße vermittelt werden: Die MOPO hat es in zehn Fakten aufgelistet.

Wie viele Hunde gibt es? Und wie viel Hundesteuer wird jährlich eingenommen?

Aktuell sind im Hunderegister etwa 111.300 Vierbeiner gemeldet. Die Zahl war seit Corona kontinuierlich gestiegen. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es nur gut halb so viele (Hunde, die nicht angemeldet sind und für die keine Steuern bezahlt werden, tauchen natürlich hier nicht auf). Die Stadt hat im Vorjahr knapp 5,5 Millionen Euro an Hundesteuer eingenommen.

Wie viele Gassibeutel werden in der Stadt verteilt?

Sage und schreibe 33,3 Millionen Gassi-Beutel verteilt die Stadtreinigung im Jahr in ganz Hamburg an den Beutel-Stationen. Die Kosten für die Hundekotbeutel belaufen sich auf etwa 274.400 Euro.

In welchem Bezirk leben die meisten Hunde?

Mit der stattlichen Zahl von 27.225 Hunden leben die meisten in Wandsbek, Hamburgs größtem Bezirk. Gefolgt von 17.437 Hunden im Bezirk Nord, 15.200 in Altona, 13.682 in Eimsbüttel, 13.000 in Mitte, 8336 in Bergedorf und 8100 in Harburg.

Was sind die beliebtesten Hunderassen?

Mischlinge machen laut zuständiger Behörde für Verbraucherschutz mit 15.313 Exemplaren erstaunlicherweise nicht einmal 20 Prozent der Hunde in Hamburg aus. Beliebtester Rassehund ist der Labrador (10.500 Hunde), gefolgt vom Jack Russell Terrier (4248 Tiere), Golden Retriever (4044), Französischer Bulldogge (3773), Chihuahua (3559) und Dackel (2950). Danach folgen der Australian Shepherd (2322), Yorkshire Terrier (2313), Border Collie (1962) und an zehnter Stelle der Mops (1601).

Ein Hund bei einer Modenschau
Ein Hund im Franzosenlook.

Hundekontrolldienst:

Der bei der Polizei angesiedelte Hundekontrolldienst kümmert sich um Vorfälle mit gefährlichen Hunden, um Meldung von herrenlosen Hunden und Beißvorfälle. Für das Jahr 2023 sind für den Hundekontrolldienst Personalkosten in Höhe von knapp 500.000 Euro entstanden.

Hunde auf der Flucht:

Hamburg hat für die Unterbringung von Tieren geflüchteter Menschen (insbesondere aus der Ukraine) im vergangenen Jahr knapp 820.000 Euro an Unterbringung in Tierheimen gezahlt. Es waren vor allem Hunde.

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Hundewiesen:

Es gibt knapp 140 Hundeauslaufflächen und es werden kaum mehr.

Gibt es die Rasselisten noch?

Ja. Seit 2006 gilt eine Reihe von Hunden aufgrund ihrer Rasse als grundsätzlich gefährlich. Das sind American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier – sowie Mischlinge, in denen diese Hunde stecken. Sie und ihre Halter haben nicht die Möglichkeit, ihre Ungefährlichkeit durch einen Test nachzuweisen. Solche Hunde dürfen in Hamburg nur mit Ausnahmegenehmigung gehalten werden – die wird aber so gut wie nie erteilt.

Wie viele Hunde warten im Tierheim Süderstraße gerade auf eine Adoption?

Dort leben derzeit 145 Hunde, von denen 107 gern vermittelt werden sollen. Im gesamten vergangenen Jahr hat das Tierheim 757 Hunde aufgenommen. Im Jahr davor waren es sogar mehr als 800 Hunde.

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Hutas:

In Hamburg gibt es neben vielen Gassigehern auch eine Handvoll Hutas – Hundetagesstätten, in denen die Vierbeiner den Tag über umsorgt werden. Je nach Anbieter sind um die 600 Euro im Monat fällig, wenn der Hund von Montag bis Freitag täglich kommt.

Der Trend geht zum Zweithund oder gleich zu einem ganzen Rudel. In Hamburg leben immer mehr bellende Vierbeiner. Wie viel Steuern sie der Stadt einbringen, was allein ihre Gassibeutel kosten, was die beliebtesten Rassen sind und wie viele Hunde jedes Jahr vom Tierheim Süderstraße vermittelt werden: Die MOPO hat es in zehn Fakten aufgelistet.