Krankenstand in Hamburg sinkt – bleibt aber weiter dramatisch hoch
Gute Nachrichten, aber kein Grund zur Entwarnung: Hamburgs Krankenstand sinkt leicht – Hamburger fehlten 2025 krankheitsbedingt noch rund 20 Tage.
Hamburgs Beschäftigte waren 2025 etwas seltener krankgeschrieben als im Vorjahr – doch die Zahl der Fehltage bleibt hoch. Laut vorläufigen Daten des BARMER Instituts für Gesundheitssystemforschung (bifg) lag der Krankenstand der Hansestadt bei 5,48 Prozent, nach 5,69 Prozent im Jahr 2024. Umgerechnet fehlte jede versicherte Person durchschnittlich rund 20 Tage krankheitsbedingt – knapp einen Tag weniger als 2024.
„Die außergewöhnlich hohen Fehlzeiten der vergangenen Jahre verlieren spürbar an Gewicht“, sagt Dr. Susanne Klein, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Hamburg. Verantwortlich dafür sei vor allem der abklingende Nachholeffekt nach der Corona-Pandemie.
Immunsysteme nach Corona-Pandemie geschwächt
Während der Kontaktbeschränkungen konnten viele Krankheitserreger nicht zirkulieren, sodass das Immunsystem vieler Menschen weniger trainiert war. Als die Beschränkungen aufgehoben wurden, stieg die Zahl der Infekte deutlich an, besonders Atemwegserkrankungen wie Bronchitis oder grippale Infekte.
2025 sanken die Fehltage durch Atemwegserkrankungen in Hamburg um 2,4 Prozent, bei klassischen Erkältungen sogar um 6,1 Prozent. Bundesweit zeigt sich ein ähnlicher Trend: Der Krankenstand sank von 6,17 auf 6,03 Prozent, Hamburg liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt. Am niedrigsten war der Krankenstand in Baden-Württemberg (5,02 Prozent), am höchsten in Mecklenburg-Vorpommern (7,29 Prozent).
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Trotz des leichten Rückgangs bleibt der Krankenstand in Hamburg damit weiter auf einem hohen Niveau – der Alltag in vielen Unternehmen ist noch immer geprägt von krankheitsbedingten Ausfällen.
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