Die Filiale von „Cotti Coffee“ in Hamburg-Rotherbaum.

„Cotti Coffee“ gibt es zweimal in Hamburg – hier die Filiale an der Grindelallee. Foto: Florian Quandt

Konkurrenz für „LAP“ & Co.: Neue Billig-Café-Kette in Hamburg

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Mehr als 18.000 Läden in rund 300 Städten – darunter Hamburg: Die chinesische Billig-Café-Kette „Cotti Coffee“ hat jetzt ihre zweite Hamburg-Filiale eröffnet, wenige Wochen nach Eröffnung der ersten. Damit macht sie dem umstrittenen Berliner Unternehmen „LAP“ Konkurrenz.

Ein Espresso für knapp einen Euro, ein Americano für das Doppelte: Mit solchen Tiefpreisen will „Cotti“ Kaffeetrinker in Hamburg überzeugen. Nach der ersten Filiale an der Grindelallee in Rotherbaum hat das Unternehmen nun auch einen Laden an der Langen Reihe in St. Georg aufgemacht, berichtet das „Handelsblatt“.

Gemütlichkeitsfaktor einer Bahnhofswartehalle: „Cotti Coffee“ ist sehr schlicht eingerichtet Florian Quandt
Gemütlichkeitsfaktor einer Bahnhofswartehalle: Die „Cotti Coffee“-Filiale an der Langen Reihe in Hamburg-St. Georg.
Gemütlichkeitsfaktor einer Bahnhofswartehalle: „Cotti Coffee“ ist sehr schlicht eingerichtet

Billig-Café „Cotti“: Extra-Rabatte bei Bestellung über App

Das Konzept ist ähnlich wie beim Konkurrenten „LAP“: Vollautomaten statt aufwendiger zu bedienender Siebträgermaschinen wie in inhabergeführten Cafés. Der Schwerpunkt liegt auf Coffee to go statt auf gemütlicher Atmosphäre, die zum längeren Aufenthalt verleitet.


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Damit will „Cotti“, das erst seit Januar auf dem deutschen Markt präsent ist, den Kaffee für alle erschwinglich machen. Als Anreiz bekommen Kunden, die ihr Getränk über die App bestellen, Extra-Rabatte. Milch und süßen Sirup zum Nachtunen gibt es gratis dazu. Als Snacks gibt es Croissants, Donuts, Zimtschnecken und Brezeln.

Die MOPO war vor Ort an der Grindelallee. Der kleine Laden hat den Gemütlichkeitsfaktor einer Bahnhofswartehalle. Das Personal ist aber freundlich.

Den „Cotti Coffee“ gibt's im Plastikbecher. Florian Quandt
Den „Cotti Coffee“ gibt's im Plastikbecher.
Den „Cotti Coffee“ gibt’s im Plastikbecher.

Nicht so freundlich zur Umwelt ist hingegen das „Geschirr“: Das Gebräu aus dem chinesisch beschrifteten Vollautomaten wird im Plastikbecher serviert – auch, wenn der Kunde es zum Verzehr vor Ort bestellt. Der Cappuccino schmeckt dann aber erstaunlich gut – insbesondere, wenn man sich den niedrigen Preis von 3,10 Euro vor Augen führt.

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Als die Berliner Billig-Café-Kette „LAP“ im September in der Sternschanze aufmachte, befürchteten Kaffee-Kenner die Verdrängung kleiner Nachbarschafts-Cafés und eine „Verödung der Kaffeekultur“. Eine linksextreme Gruppe rief sogar zum gewaltsamen Widerstand gegen das Unternehmen auf: „LAP Coffee ist der aggressive Versuch der Techindustrie, einen weiteren Teil unseres Lebens zu übernehmen, lokale unabhängige Cafés zu verdrängen und hohe Profite für Gründer und Investoren zu erwirtschaften“, hieß es in einem Beitrag auf der Plattform Indymedia.

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