Klimawende hinter Gittern: Hamburgs Knackis heizen jetzt mit Wärmepumpe
Die Justizvollzugsanstalt Billwerder heizt jetzt klimafreundlich: Drei Wärmepumpen versorgen das Gefängnis künftig mit rund 70 Prozent erneuerbarer Wärme. Die neue Anlage wurde am Donnerstag offiziell in Betrieb genommen – mit dabei waren Umweltsenatorin Katharina Fegebank und Justizsenatorin Anna Gallina.
Umweltsenatorin Katharina Fegebank erklärte: „Die Inbetriebnahme der neuen Wärmeversorgungsanlage für die JVA Billwerder zeigt, dass die Wärmepumpentechnik nicht nur im Neubau, sondern auch in Bestandsgebäuden und selbst an komplexen Standorten wie einer JVA ausgereift und einsatzfähig ist.“
Justizsenatorin Anna Gallina ergänzte: „Wir stellen die JVA Billwerder inklusive der Teilanstalt für Frauen jetzt auf klimafreundliche Wärmeversorgung um. Das entspricht praktisch einem ganzen Dorf, rund 750 Gefangene leben hier und es gibt mehrere Werkbetriebe.“
Wärmepumpen versorgen JVA Billwerder
HEnW KommunalEnergie (HKE), eine Tochter der Hamburger Energiewerke, hat das Wärmepumpen-System im Auftrag des städtischen Unternehmens Sprinkenhof installiert. Auf dem Dach der JVA soll außerdem eine Photovoltaikanlage entstehen, die ebenfalls von der HKE betrieben wird.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
- Drogen-Revolution: Der Polizeipräsident erklärt im MOPO-Interview seine Pläne
- Neue Deutsche: Wir haben frisch eingebürgerte Hamburger gefragt, was sie in Zeiten von AfD und „Stadtbild”-Debatte bewegt
- Öko-Sekte: Harmlose Weihnachtsmarktstände oder doch mehr? Eine Spurensuche
- Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
- 20 Seiten Sport: HSV-Derby gegen Werder: Vorzeichen, Chancen und was auf dem Spiel steht
- 28 Seiten Plan 7: Jetzt im Kino! „Stromberg”, der Chef aus der Hölle, ist zurück
Die Anlage arbeitet in einem sogenannten Kaskadensystem: Zwei Pumpen gewinnen Wärme aus der Luft auch bei niedrigen Temperaturen, eine dritte toppt auf. Gemeinsam wandeln sie die Luftwärme in zwei Stufen zu Wärme mit 70 Grad Celsius für die Beheizung und Warmwasserbereitung um.
Das könnte Sie auch interessieren: Nach Volksentscheid: Aktivisten fordern Schuldentopf für Klimaschutz
Die Anlage soll den Strom besonders effizient nutzen – aus einer Kilowattstunde Strom entstehen den Angaben zufolge drei Kilowattstunden Wärme. Ein neues Blockheizkraftwerk ergänzt das System. Für besonders kalte Tage stehen weiterhin Spitzenlastkessel bereit. Die Leitungen für eine spätere Erweiterung mit zusätzlichen Wärmepumpen sind bereits vorbereitet. (tst)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.