„Widerwärtige Menschen“: Elf Katzen in Hamburg bei Eiseskälte ausgesetzt
Minus zwei Grad, kein Futter, kein Wasser: In Bergedorf wurden an Weihnachten elf Katzen in einem Karton entsorgt – die Polizei spricht von erheblichem Tierleid.
Bei eisiger Kälte wurden am zweiten Weihnachtstag in der Holtenklinker Straße in Bergedorf drei erwachsene Katzen und acht junge Kitten in einem Karton neben einem Mülleimer gefunden. Die Tiere waren bei rund minus zwei Grad Celsius schutzlos ausgesetzt, ohne Zugang zu Futter oder Wasser. Nach dem Fund kamen sie zunächst zur Polizeiwache und anschließend ins Tierheim. Die Kätzchen sind vermutlich Anfang November geboren, die älteren Katzen etwa zwei bis vier Jahre alt, wie der Hamburger Tierschutzverein mitteilt.
Katzen von Flöhen und Milben befallen
Der Zustand der Tiere deutet auf Vernachlässigung hin: Mehrere Katzen hatten verschmutzte Ohren, es besteht der Verdacht auf Ohrmilben, zudem wurde Flohkot im Fell festgestellt. Die Polizei hält fest, dass diese Form der Aussetzung eine Zufügung erheblicher Schmerzen oder Leiden gemäß des Tierschutzgesetzes darstellt, also eine Straftat ist, die mit Geldstrafen oder bis zu drei Jahren Haft bestraft werden kann. Beim Auffinden wirkten die Katzen stark verängstigt – zumindest die jungen Tiere zeigten sich aber schnell zutraulich ihren Rettern gegenüber.
Ausgesetzte Katzen: Wut in den sozialen Medien
Entsprechend groß ist die Wut in den sozialen Netzwerken. „Widerwärtige Menschen, die das getan haben, ich wünsche ihnen nur das Schlechteste!“, schreibt ein Facebook-Nutzer. Andere kommentieren fassungslos: „Solche süßen Schätze entsorgt wie Müll“ oder „Was sind das nur für Monster, die die Tiere bei der Kälte aussetzen. Pfui, schämt euch.“
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Das Tierheim bittet um Hinweise zur Herkunft der Katzen. Wer Angaben machen kann, wird gebeten, sich unter Tel. 040 211106-0 zu melden. (apa)
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