Die Mitglieder der Initiative „OlympJA Hamburg“ stehen mit einem Plakat auf der Reesendammbrücke am Jungfernstieg in der Innenstadt.

Die Mitglieder der Initiative „OlympJA Hamburg“ stehen mit einem Plakat auf der Reesendammbrücke am Jungfernstieg in der Innenstadt. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa

Kampf um Olympia: „Gibt mehr als Bedenken und schlechte Laune“

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Am 31. Mai stimmen die Hamburger über eine Olympiabewerbung ab. Während die Gegner in den sozialen Medien provozieren, werben die Befürworter direkt am Jungfernstieg für ihr Anliegen und kritisieren die schlechte Laune der Gegenseite. Der Kampf „NOlympia“ gegen „OlympJA“ hat begonnen.

Die Mitglieder der Initiative „OlympJA“ versammeln sich am Dienstagvormittag auf der Reesendammbrücke, darunter Schüler, Großveranstalter und prominente Unterstützer wie Moderatorin Monica Lierhaus.

Wenn es nach ihnen geht, soll in ein paar Jahren genau hier das weltweit wichtigste Sportereignis stattfinden: Olympia in Hamburg mit der Binnenalster als Arena für Basketball, Bogenschießen und Padel auf schwimmenden Plattformen – zumindest nach dem aktuellen Konzept des Senats. 

Pro-Olympia-Kundgebung am 24. April geplant

Nächste Woche Freitag sollen hier aber zunächst möglichst viele Befürworter zusammenkommen, um der Kritik an den Spielen etwa entgegenzusetzen. „Es ist Zeit, Lust zu machen auf diese Großveranstaltung“, sagt Matthias Onken, Kommunikationsberater, ehemaliger MOPO-Chefredakteur und einer der Initiatoren der Initiative. 

Für die Kundgebung sei ein Mix aus Musik, Wortbeiträgen und Sportaktivitäten geplant, sagt er. Unter anderem soll die Alster mit Wassersportlerinnen und -sportlern bespielt werden. „Es ist wichtig, dass wir da als Vereine dabei sind“, sagte Katharina von Kodolitsch, Präsidentin des Hamburger Sportbunds. Ein Zusammenschluss aus den 25 größten Sportvereinen Hamburgs habe bereits zugesagt, sagt Onken.

Seitenhieb gegen Kritiker: „Gibt mehr als schlechte Laune“

Zu den Initiatoren gehören neben Onken und von Kodolitsch auch Unternehmer Uwe Bergmann, Kazim Abaci, Geschäftsführer von Unternehmer ohne Grenzen, und Veranstaltungsplaner Christian Gerlach. 

Ziel der Initiative sei es, ein sichtbares, positives Zeichen für die Spiele in Hamburg zu setzen – getragen von Begeisterung, Gemeinschaft und Zuversicht. „Es gibt mehr als Bedenken und schlechte Laune“, sagt Onken mit Blick auf die Kritiker. Die Aktivisten von „NOlympia“ provozieren aktuell in den sozialen Medien mit zweifelhaften Posts – und stemmen sich gegen die Olympia-Kampagne des Senats.

Die Initiatoren von „OlympJA“ betonen, dass sie sich nicht aus politischen Gründen für die Spiele in Hamburg einsetzen, sondern aus Überzeugung als Bürger. „Wir glauben, dass Hamburg die Kraft hat, das auf die Beine zu stellen“, sagt Onken. 

Hamburger entscheiden Ende Mai über Olympia 

Auslöser der Initiative sei eine Infratest-dimap-Umfrage des NDR gewesen, sagt Onken. Laut dieser sah jüngst eine Mehrheit der Hamburger die Olympiabewerbung kritisch. Demnach gaben 50 Prozent der Befragten auf die Frage, ob sie die Olympiabewerbung Hamburgs eher gut oder eher schlecht finden, „eher schlecht“ an. „Eher gut“ wurde die Bewerbung der Hansestadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 demnach nur von 41 Prozent der Befragten gesehen. 

Hamburg ist einer von vier Olympia-Kandidaten

Hamburg ist neben Berlin, München und der Region Rhein-Ruhr einer von vier Kandidaten für eine deutsche Bewerbung. In München hatten sich in einem Referendum im Oktober vergangenen Jahres mehr als 66 Prozent der Bürger für eine Bewerbung als Austragungsort ausgesprochen. 

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In Hamburg findet das Referendum am 31. Mai statt. 2015 hatte es bereits ein Referendum über eine Bewerbung der Stadt für die Spiele 2024 gegeben. Damals stimmten die Bürger mit knapper Mehrheit (51,6 Prozent der Stimmen) gegen eine Bewerbung für die Olympischen Spiele.

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