Kampf um Kopfsteinpflaster: Anwohner gründen Initiative – „Historisch wertvoll“
In der Tresckowstraße in Eimsbüttel rumort es weiter: Mehr und mehr Anwohner unterschreiben die Online-Petition zum Erhalt des historischen Kopfsteinpflasters, das im Zuge von Bauarbeiten entfernt und nicht zurückkehren soll. Jetzt hat sich sogar eine Bürgerinitiative gegründet.
Schon mehr als 1100 Menschen haben die Petition „Erhalt der Pflasterung in der Tresckowstraße Eimsbüttel!“ unterschrieben, die sich an das Bezirksamt Eimsbüttel richtet.
Bezirk Eimsbüttel will Kopfsteinpflaster entfernen: Anwohner gründen Bürgerinitiative
Dieses hatte entschieden, dass die alten Holpersteine nach Abschluss der Arbeiten am Fernwärmenetz nicht wieder zurückkehren werden und die Straße asphaltiert wird. Grund: der schlechte Zustand der Straßenoberfläche, Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern sowie zu hohe Kosten.

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Eine Gruppe von Bürgern wehrt sich gegen die Pläne und hat das Thema nach Start der Unterschriftenaktion nun am vergangenen Donnerstag auch mit in die Bezirksversammlung genommen. Während der öffentlichen Fragestunde trug Petitions-Initiator Michael Rosenthal die Argumente vor: Identität des Stadtteils, Verkehrsberuhigung sowie ökologische Aspekte wie dem Verlust von Sickerfläche durch die versiegelnde Asphaltierung.

„Ich habe alle demokratischen Fraktionen der Bezirksversammlung schriftlich gebeten, die Entscheidung zur vollständigen Asphaltierung nochmals zu überprüfen und schnell zu handeln“, erklärt Michael Rosenthal. Sein Protest zeigt Wirkung: Am Sonntag hat sich auch eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Erhalt der Pflasterung in der Tresckowstraße“ gegründet.
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Wichtig ist den Teilnehmern, dass sich ihr Protest nicht gegen den Fernwärmeausbau richtet. Auch ein Motto wurde gefunden: „Stein für Stein. Ökologisch sinnvoll. Historisch wertvoll.“
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