Kamera in der Dusche versteckt: Polizist soll Kolleginnen gefilmt haben
Sie ziehen nach dem Dienst die Uniform aus, stehen unter der Dusche – und werden dabei beobachtet. In einem Hamburger Polizeikommissariat soll ein Beamter seine eigenen Kolleginnen heimlich gefilmt haben.
Der Fall spielt im Polizeikommissariat 14 in der Caffamacherreihe. Dort arbeiten rund 240 Beschäftigte, etwa 85 davon Frauen. Hier soll ein Polizist in den Damen-Duschräumen im Keller der Wache eine kleine Spionagekamera versteckt haben.
Polizei Hamburg: Eine Polizistin soll Kamera entdeckt haben
Die Polizei bestätigte der MOPO den Fund der Kamera in der Dusche. Der Beschuldigte sei unverzüglich vom Dienst suspendiert worden. Gegen ihn laufen straf- und disziplinarrechtliche Ermittlungen. Weitere Fragen zum laufenden Ermittlungsverfahren beantwortete die Innenbehörde nicht.
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Den Verdacht ins Rollen gebracht hatte offenbar eine Polizistin: Sie soll die Kamera zufällig entdeckt und ihre Vorgesetzten informiert haben. Nach MOPO-Informationen soll der Beschuldigte auf dem Bildmaterial der Kamera selbst zu sehen gewesen sein.
Polizistinnen heimlich gefilmt: Hat er Aufnahmen verkauft?
Ermittler durchsuchten die Dienststelle und die Wohnung des Beschuldigten und stellten Datenträger sicher, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft zur MOPO.
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Unklar ist bisher, wie lange der 28-Jährige seine Kolleginnen möglicherweise gefilmt hat. Spezialisten werteten nun aus, ob Aufnahmen gespeichert, verbreitet oder sogar verkauft wurden. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohten ihm nicht nur strafrechtliche Konsequenzen. Auch sein Beamtenstatus könne auf dem Spiel stehen. (nf)