Schnee Hamburg Mann Besen

Ein Hamburger befreit die Straße vom Schnee. Foto: picture alliance/dpa/Bodo Marks

Kältewelle trifft Hamburg: Das gilt jetzt für Heizen, Streuen und Fahren

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Hamburg rutscht in den Wintermodus: In den kommenden Tagen soll es kräftig schneien, dazu fallen die Temperaturen nachts auf bis zu minus zehn Grad. Glatte Straßen, vereiste Gehwege und hohe Heizkosten werden für viele zum Thema. Die MOPO beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Schnee, Kälte und Sicherheit.

Seit 7.45 Uhr am Freitagmorgen ist der Winterdienst der Stadt Hamburg mit mehr als 500 Einsatzkräften und 260 Fahrzeugen im Einsatz. Der einsetzende Schneefall und eisige Temperaturen machen das nötig.

Achtung Hauseigentümer: Streuen und Räumen ist Pflicht!

Dabei streuen und räumen die Einsatzkräfte zwar wichtige Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr, Busbuchten, ein ausgewähltes Radwegenetz sowie Bushaltestellen und Fußgängerüberwege. Sie sind jedoch nicht für alle Wege zuständig.


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Denn bei einsetzendem Schneefall und Glätte sind auch Immobilieneigentümer gefragt. Diese müssen dafür Sorge tragen, dass der Bürgersteig vor ihrem Anwesen sowie der Zugang zum Haus geräumt und gestreut ist – wenn sie es nicht durch eine Klausel im Mietvertrag auf die Mieter oder durch Fremdvergabe auf einen professionellen Räumdienst übertragen haben.

Und dafür gibt es festgelegte Zeiten: Bei anhaltendem Schneefall über 20 Uhr hinaus oder einsetzendem Schneefall, Eis oder Glätte nach 20 Uhr muss bis 8.30 Uhr des folgenden Tages – an Sonn- und Feiertagen bis 9.30 Uhr – geräumt und gestreut werden. Das Verwenden von Tausalz ist dabei laut Wegerecht verboten – die Stadt Hamburg empfiehlt auf ihrer Service-Seite Sand, Splitt oder Granulat.

Wer seinen Winterdienstpflichten nicht nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit: Stürzt jemand auf dem glatten Gehweg, können Schadensersatzforderungen und Schmerzensgeld geltend gemacht werden – und zwar in Höhe von bis zu 50.000 Euro!

Achtung Autofahrer: Winterreifen bei Schnee Pflicht

Auf den Straßen in Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht. Wer bei Glatteis, Schnee oder Reifglätte ohne wintertaugliche Reifen unterwegs ist, dem droht ein Bußgeld von bis zu 120 Euro und ein Punkt in Flensburg. Bei einem Unfall mit Sommerreifen auf winterlichen Straßen kann die Kaskoversicherung zudem die Leistungen kürzen, da dies als grob fahrlässige Handlung gewertet werden kann. Die Kfz-Haftpflicht übernimmt zwar stets den Schaden Dritter, kann jedoch den Versicherungsnehmer bis zu einer Höhe von 5000 Euro in Regress nehmen.

Seit dem 1. Oktober 2024 gelten nur noch Reifen mit dem Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) als Winterreifen. Reifen, die nur die M+S-Kennzeichnung (für „Matsch und Schnee“) aufweisen, dürfen bei winterlichen Straßenverhältnissen nicht mehr genutzt werden.

Thermostat vernünftig eingestellt? So heizen Sie richtig

Während die Heizung in diesem Winter bei vielen nur moderat aufgedreht wurde, geht das Heizen nun richtig los. Mit modernen Thermostaten lässt sich die Effizienz der Heizung dabei steigern. Damit elektronische Thermostate optimal funktionieren, sollte man den Batteriestand und die Einstellungen zum Heizprofil prüfen. Denn voreingestellte Abwesenheitszeiten könnten sich verändern, wenn man bei den Temperaturen häufiger daheim ist.

Und dann sind da ja noch die Zahlen auf dem Schraubthermostat – und das bedeuten die einzelnen Einstellungen am Heizkörper:

  • Das Sternchen steht für den Frostschutz – die Heizung läuft nur, wenn die Temperaturen unter etwa fünf Grad Celsius fallen
  • Stufe 1 – entspricht etwa 12 Grad Celsius
  • Stufe 2 – etwa 16 Grad Celsius
  • Stufe 3 – etwa 20 Grad Celsius
  • Stufe 4 – etwa 24 Grad Celsius
  • Stufe 5 – etwa 28 Grad Celsius

So wird das Wetter in Hamburg die nächsten Tage

Und vernünftig geheizt werden muss wohl auf jeden Fall noch für ein paar Tage. Denn am Wochenende und zum Start in die neue Woche bleibt es in Hamburg winterlich, kalt und glatt. Am Samstag ziehen immer wieder Schneeschauer durch. Die Temperaturen liegen tagsüber um den Gefrierpunkt, nachts fällt das Thermometer teils deutlich darunter – im Binnenland bis zu minus acht Grad. Entsprechend hoch ist die Glättegefahr, auch tagsüber.

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Am Sonntag und Montag setzt sich das unbeständige Winterwetter fort – erneut ist mit Schneeschauern zu rechnen. Die Höchstwerte erreichen kaum Plusgrade, nachts bleibt es verbreitet frostig. Besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden müssen sich Autofahrer und Fußgänger weiterhin auf vereiste Straßen und Gehwege einstellen.

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