Job-Schock bei New Work SE und Xing: 260 Stellen weg – vor allem in Hamburg
Beim Hamburger Unternehmen New Work SE, zu dem auch das Karrierenetzwerk Xing gehört, stehen massive Einschnitte bevor: 260 Personen verlieren ihren Job – ein harter Schlag, besonders am Hauptstandort in der Hansestadt. Betroffen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus nahezu allen Bereichen und an sämtlichen Standorten, darunter auch Wien, Barcelona, Porto und Valencia. Die Marken Kununu und InterNations bleiben verschont.
Der Schritt kommt in einer Zeit, in der sich Xing stark verändert. Das einstige Business-Netzwerk mit Community-Charakter soll künftig konsequent als Jobportal ausgerichtet werden – ein Ort, an dem Jobsuchende und Arbeitgeber direkt zusammenfinden. Weg vom sozialen Netzwerk, hin zu einem rein funktionalen Recruiting-Tool. Für diese strategische Neuausrichtung hatte das Unternehmen bereits einen Führungswechsel zum Jahresende angekündigt. Mit dem Stellenabbau folgt nun der nächste, tiefgreifende Schritt.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen sorgen für Stellenabbau
Ein Unternehmenssprecher bestätigt die Einsparmaßnahmen gegenüber der MOPO und nennt die Gründe deutlich: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für unser Geschäft aktuell herausfordernd. Daher haben wir die Strategie von XING geschärft und die Größe und Struktur der Organisation auf die aktuelle Situation angepasst.“
Hinzu komme, dass administrative Funktionen nach dem Rückzug des Unternehmens von der Börse 2024 nicht mehr benötigt würden. „Aus diesen Gründen werden wir uns von insgesamt 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern trennen müssen“, so der Sprecher weiter. Die Abbaumaßnahmen betreffen alle Standorte von New Work SE, die zu 100 Prozent Burda Medien gehört – doch gerade am Hamburger Firmensitz dürfte der Einschnitt besonders spürbar sein.
Für die Betroffenen wurde nach Angaben des Unternehmens zusammen mit der Arbeitnehmervertretung ein Abfindungsprogramm entwickelt. Man wolle Mitarbeitende in der Übergangsphase unterstützen. Auch betont das Unternehmen, dass die Kürzungen notwendig seien, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben: „So schmerzhaft diese Maßnahmen sind, sie dienen dem Ziel, die New Work SE/Xing für die Zeit nach der Markterholung bestmöglich aufzustellen und die zusätzlichen Produktivitätschancen durch KI zu nutzen.“
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Mit der neuen Struktur und einem klar geschärften Profil wolle Xing seine Position im Markt der Recruiting-Lösungen stärken. Doch für viele Beschäftigte bedeutet der Umbau erst einmal einen harten Einschnitt – und für Hamburg einen weiteren Verlust qualifizierter Digitalarbeitsplätze.
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