Mitarbeiter beseitigen die zentimeterdicke Schneeschicht auf den Bahnsteigen im Hamburger Hauptbahnhof.

Mitarbeiter beseitigen die zentimeterdicke Schneeschicht auf den Bahnsteigen im Hamburger Hauptbahnhof. Foto: Marcus Brandt/dpa

Jetzt warnt auch der Senat: „Bleiben Sie am Freitag zu Hause!“

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Hamburg erlebt derzeit den stärksten Schneefall seit 15 Jahren – mit gefährlichen Konsequenzen für das Leben der Bürger:innen. Der Senat rät dringend, am Freitag zu Hause zu bleiben und Fahrten zu vermeiden: Es wird gefährlich im Freien!

Hintergrund: Der Deutsche Wetterdienst hat seine Unwetter-Warnung am Donnerstag noch einmal verschärft. Die Experten rechnen für Freitag mit bis zu 15 Zentimetern Neuschnee und Schneeverwehungen.

Die Schulbehörde hat den Unterricht für Freitag abgesagt. Eine Notbetreuung ist aber sichergestellt. Alle Schulsporthallen bleiben ab Donnerstagnachmittag und zunächst bis einschließlich Montag gesperrt. Auch die Hamburger Friedhöfe bleiben ab Donnerstagabend geschlossen.

„Die Schneefälle der letzten Tage und die aktuelle Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes stellen für unsere Stadt eine Ausnahmesituation dar“, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher. „Vermeiden Sie unnötige Wege und aufschiebbare Termine. Stellen Sie sich auf die Witterungsbedingungen ein.“ Bezirks- und Finanzämter passen ihren Betrieb an – Bürger:innen sollen Termine, wenn möglich, verschieben.

Senat: Stadtreinigung Hamburg im Volleinsatz

Alle Behörden und Betriebe arbeiten laut Senat daran, die Folgen des Winterwetters zu begrenzen. Die Stadtreinigung ist mit 730 Kräften und 360 Fahrzeugen im Volleinsatz – vorrangig auf Hauptstraßen, Busstrecken und wichtigen Geh- und Radwegen. Dort wird seit Mittwoch auch Salz gestreut. Die Aufhebung des Streusalzverbots gilt bis 21. Januar.



Trotz aller Maßnahmen sind die Räumkapazitäten begrenzt. Durchgängige Schneefreiheit kann nicht garantiert werden. Gehwege müssen weiterhin von Anwohner:innen geräumt werden.

Betreten von Eisflächen ist verboten – Lebensgefahr!

Das Betreten von Eisflächen ist verboten – Lebensgefahr! Auch Wälder und Parks sollten gemieden werden: Äste könnten unter der Schneelast abbrechen und auf Spaziergänger stürzen.

Die Hochbahn hält zusätzliche Busse bereit, auf U-Bahn-Strecken sind Teams im Dauereinsatz. Auch die S-Bahn setzt zusätzliche Kräfte ein. Dennoch kommt es zu massiven Verspätungen und Ausfällen.

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Die Feuerwehr stellt sich auf mehr Rettungseinsätze ein. Krankenhäuser haben ihr Personal in Notaufnahmen aufgestockt. „Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen, die daran mitwirken, und bitte alle Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt um ihre Mithilfe“, sagte der Bürgermeister.

Tschentscher appellierte an die Hamburgerinnen und Hamburger: „Achten Sie auf Ihre Nachbarn und Mitbürger, denn gemeinsam bewältigen wir die Lage in den nächsten Tagen am besten.“(tst/dpa)

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