Jetzt reicht’s: Länder setzen der Bahn ein Ultimatum für Strecke Hamburg-Berlin
Die Verzögerung bei der Bahn-Sanierung der Strecke Berlin–Hamburg bringt fünf Regierungschefs auf die Palme. Mit einem Brief an die Bahn-Chefin machen sie Druck: Sie wollen einen raschen Zeitplan sehen.
Fünf Bundesländer haben sich in einem Brief an die Deutsche-Bahn-Chefin über das Vorgehen bei der Verzögerung der Streckensanierung Berlin–Hamburg beschwert und ein Ultimatum für einen neuen Zeitplan gesetzt. Die Regierungschefs aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein kritisieren, dass die Bahn über eine Verlängerung der Bauarbeiten entschieden habe, ohne die Länder vorher umfassend zu informieren und ohne abgestimmten, verlässlichen Zeitplan.
Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Wolfgang Blank bezeichnete die Ankündigung der Bahn als „völlig inakzeptabel“. In dem gemeinsamen Brief der Länderchefs an Bahn-Chefin Evelyn Palla, der der dpa vorliegt, heißt es: „Wir erwarten eine Klärung und Ihre Antwort zu einem konkreten Maßnahmen- und Zeitplan bis zum 2. März 2026“. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet.
Die Bahn hatte am Montag mitgeteilt, dass sie aufgrund des Winterwetters mit Frost und Schnee den Termin zur Fertigstellung der Streckensanierung Ende April nicht einhalten kann. Erst am 13. März will der bundeseigene Konzern mitteilen, wann auf der Strecke wieder Züge fahren können.

Am Dienstag hieß es, es gehe um eine Verzögerung von „wenigen Wochen, nicht von Monaten“. Die Lage habe in den vergangenen Tagen neu bewertet werden müssen, die Öffentlichkeit sei „umgehend“ informiert worden.
Regierungschefs: Keine zusätzlichen Lasten für Fahrgäste
Die Regierungschefs erwarten, dass die Bahn alle Ressourcen zur Fertigstellung der Steckensanierung bündelt und einen stabilen neuen Terminplan vorlegt, wie sie in ihrem gemeinsamen Brief schreiben. Dies müsse in enger Abstimmung mit den betroffenen Ländern, den betroffenen Kommunen und den Verkehrsunternehmen erfolgen.
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„Dieser Terminplan ist unverzüglich vorzulegen und fortlaufend zu kommunizieren.“ Zudem müsse die Bahn den weiteren Ersatzverkehr sicherstellen und alle Mehrkosten übernehmen. Die zusätzlichen finanziellen Lasten dürften nicht den Ländern, Kommunen oder Fahrgästen auferlegt werden. (dpa/mp)
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