Die Privatklinik Dr. Guth an der Jürgensallee in Nienstedten.

Steht vor dem Aus: die Privatklinik Dr. Guth an der Jürgensallee in Nienstedten. Foto: Florian Quandt

Jetzt ist es offiziell: Hamburger Krankenhaus schließt im Herbst

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Die Nachricht hatte sich schon herumgesprochen. Jetzt ist es offiziell: Die Klinik Dr. Guth an der Jürgensallee (Nienstedten) wird zum 30. September ihren Betrieb einstellen.

Die Entscheidung zur Schließung des Krankenhauses sei nach sorgfältiger wirtschaftlicher und struktureller Prüfung getroffen worden, heißt es in einer Mitteilung an die Presse.

Geschäftsführung gibt Schließung der Klinik Dr. Guth bekannt

„Die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen sowie die strukturellen Anforderungen haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert und stellen kleinere Einrichtungen zunehmend vor große Herausforderungen“, so der Wortlaut des Schreibens, das der MOPO vorliegt. Eine wirtschaftliche Tragfähigkeit des Klinikbetriebs sei vor diesem Hintergrund nicht mehr gegeben.


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Wie die MOPO berichtete, waren die Chefärzte bereits am Dienstag über die Schließung der Klinik informiert worden. Im Anschluss hatte sich die Nachricht im Haus wie ein Lauffeuer verbreitet. In den sozialen Medien teilten einige der 170 Mitarbeiter des Krankenhauses ihre Sorge vor einem Jobverlust.

Nun werden die Befürchtungen wahr: Die Geschäftsführung erklärte, die personellen Auswirkungen würden gemeinsam mit dem Betriebsrat der Klinik geregelt werden. Ziel ist offenbar der Abschluss eines Sozialplans.

170 Mitarbeiter des Krankenhauses verlieren ihren Job

„Die Entscheidung steht ausdrücklich in keinem Zusammenhang mit der Qualität der geleisteten Arbeit. Im Gegenteil: Die Geschäftsführung dankt allen Beschäftigten ausdrücklich für ihr hohes Engagement, ihre Professionalität und ihren täglichen Einsatz für die Patientinnen und Patienten“, so die Mitteilung.

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Wer aktuell in der Klinik, die keine Notfallabteilung hat und nur planbare Eingriffe im Bereich Chirurgie und Innere Medizin vornimmt, in Behandlung ist, braucht sich keine Sorgen machen: „Die Versorgung der Patientinnen und Patienten wird bis zur Schließung weiterhin in vollem Umfang sichergestellt“, verspricht die Geschäftsführung.

Die Sozialbehörde, die von der Schließung in dieser Woche überrascht wurde, geht davon aus, dass die Patientenversorgung in Zukunft von den Krankenhäusern im direkten Umfeld der Klinik – dem Asklepios Westklinikum, dem Krankenhaus Tabea und dem AK Altona – übernommen werden. Es stünden „sehr leistungsfähige Alternativen zur Verfügung“. Ein Sprecher der Behörde erklärte: „Da es sich überwiegend um planbare, nicht dringliche Eingriffe handelt, lassen sich diese innerhalb der gut aufgestellten Hamburger Krankenhauslandschaft problemlos verteilen.“

Die Geschäftsführung der Klinik Guth drückte ihr Bedauern über die Schließung aus: Zitat: „Die Entscheidung ist das Ergebnis eines intensiven Abwägungsprozesses und wurde unter Berücksichtigung aller Alternativen getroffen.“

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