Hamburg
„Jetzt erst recht“: Hamburg Pride ruft alle zur Teilnahme am CSD auf
Mit „Jetzt erst recht“ ruft Hamburg Pride alle Hamburger auf, beim CSD am Samstag teilzunehmen.
Am Samstag, den 1. August, findet in Hamburg die CSD-Demo statt – rund eine Woche nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Angriff in Berlin, bei dem eine Frau getötet und mehr als 30 Menschen verletzt wurden. In Hamburg wurden deshalb die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Hamburg Pride, der Verein hinter dem CSD, fordert nun die Gesellschaft auf, Haltung zu zeigen.
„Der Anschlag in Berlin macht auf erschütternde Weise deutlich, wie weit wir von einer Zukunft entfernt sind, in der queere Menschen selbstverständlich sicher leben können“, heißt es in der Mitteilung. Umso wichtiger sei es, dass der CSD in Hamburg stattfindet. Hamburg Pride ruft die gesamte Gesellschaft dazu auf, für Zusammenhalt und Solidarität auf die Straße zu gehen.
Hamburg Pride stellt konkrete Forderungen an die Politik
„Gerade jetzt müssen wir zusammenstehen und sichtbar bleiben. Wir lassen uns weder einschüchtern noch verdrängen oder zum Schweigen bringen“, sagen die Co-Vorsitzenden von Hamburg Pride, Jenny Saitzek und Christoph Kahrmann.
„Die Beileidsbekundungen der Bundesregierung reichen nicht aus.“ Sie fordern, Artikel 3 des Grundgesetzes zu erweitern und den Schutz vor Diskriminierung zu stärken. Konkret solle der Artikel um die Merkmale „sexuelle und geschlechtliche Identität“ ergänzt werden.
Zudem fordert der Verein die Einführung eines Landesantidiskriminierungsgesetzes. „Notwendig ist außerdem die Ernennung einer queerbeauftragten Person durch den Senat, die sich auf politischer Ebene für queere Communities einsetzt“, heißt es weiter.
CSD in Hamburg – Programm aufgrund des Anschlags leicht verändert
Wegen des Anschlags in Berlin hat Hamburg Pride das ursprünglich geplante Programm angepasst. Am 31. Juli plant der Verein beim CSD-Straßenfest während der politischen Kundgebung eine Gedenkminute für die Opfer des Angriffs.
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Beim Demo-Zug am 1. August wird der Vorstand von Hamburg Pride zudem an der Ecke Lübecker Straße/Mühlenkamp eine Ansprache halten, um an den Anschlag zu erinnern und Solidarität zu bekunden. Im Anschluss an die Demonstration soll der Vorstand des LSVD+ Berlin eine Rede halten und über die Situation der queeren Community in der Hauptstadt sprechen.
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