Baustellen-Sperrung und jetzt auch noch Streik: Meiden Sie den Elbtunnel!
Wer am Wochenende durch den Elbtunnel fahren muss, muss sich eine andere Route überlegen. Das Nadelöhr wird für 55 Stunden gesperrt. Und noch eine Einschränkung kommt auf die Autofahrer zu: Am Freitag und Montag ruft die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Tunnel-Leitzentrale zum Streik auf. Die Gewerkschaft Verdi will in Tarifverhandlungen bei der Autobahngesellschaft des Bundes den Druck erhöhen.
Autofahrer müssen in dieser Woche in manchen Regionen Deutschlands mit Behinderungen rechnen. Grund ist eine „Streikwoche“ der Gewerkschaft Verdi in den laufenden Tarifverhandlungen bei der Autobahn GmbH des Bundes. Von Aktionen betroffen sein sollen auch Tunnel, wie der Elbtunnel in Hamburg.
Die Gewerkschaft sprach von einem „inakzeptablen“ Verhandlungsstand in der Tarifrunde. „Wenn die Autobahn GmbH ein Signal braucht, damit sich die Verhandlungen konstruktiv entwickeln können, dann soll sie es bekommen“, sagte Verhandlungsführer Oliver Bandosz. Unvermeidliche Einschränkungen lägen damit klar in der Verantwortung der Arbeitgeberseite.
Elbtunnel am Freitag vom Streik betroffen
Die Autobahn GmbH des Bundes betonte in einer Mitteilung: „Der Betrieb der Infrastruktur sowie die Mobilität auf Deutschlands Autobahnen werden sichergestellt.“ Das Unternehmen habe bereits vor der Tarifauseinandersetzung Notdienstvereinbarungen geschlossen. Diese stellten sicher, „dass die Verkehrssicherheit gewährleistet bleibt und zum Beispiel vollständige Tunnelsperrungen vermieden werden“. Besonders sensible Bereiche der kritischen Infrastruktur, darunter Tunnelanlagen und Verkehrsleitzentralen, blieben „in jedem Fall einsatzbereit“.
Die Beschäftigten in der Leitzentrale des Elbtunnels sind am Freitag sowie am Montag (23. Februar) zum Streik aufgerufen. Gesperrt werde je eine Fahrspur pro Richtung, so dass mit erheblichen Auswirkungen im Umfeld zu rechnen sei – so wie beim Streik vor vier Wochen im Elbtunnel.
Für Autofahrer sind das keine guten Nachrichten. Auch Freitag 22 Uhr bis Montag 5 Uhr ist der Tunnel aufgrund von Bauarbeiten vollgesperrt.
Verdi will Druck auf die Autobahn GmbH erhöhen
In der laufenden Tarifrunde war es bereits zu Aktionen der Gewerkschaft gekommen. Verdi fordert für die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich mehr. Nach zwei Terminen bietet der Arbeitgeber mit 29 Monaten eine viel zu lange Laufzeit des Tarifvertrages an.
Das könnte Sie auch interessieren: Was ist da los? 400 Polizisten im Großeinsatz – Verkehrschaos
Zudem werde ein Mindestbetrag abgelehnt, der die unteren Lohngruppen stärken würde. Die Autobahn GmbH strebt in der dritten Verhandlungsrunde am 25. und 26. Februar „einen ausgewogenen Abschluss“ an. (dpa/mp)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.