„Jan Fedder erinnert mich an meine Herkunft”
Die Hamburger Familiengeschichte von Jörn Menge lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Musikmanager ist Gründer der Initiative „Laut gegen Nazis“. Als solcher liebt er natürlich das Bunte und Internationale an der Hansestadt, wie seine Antworten im MOPO-Promi-Steckbrief zeigen.
Einen Tag Bürgermeister in Hamburg – Ihre erste Amtshandlung?
Ich würde mich für dieses wunderbare Stadtbild bedanken, voller Menschen aus aller Welt. Ich würde Menschen, die vor Krieg und Elend fliehen, mit offenen Händen und einem offenen Herzen empfangen und sie an unserem Leben vollends teilnehmen lassen. Ohne große Hürden und Wohnheime. Mein Vater hat mich geprägt. Für ihn waren alle Menschen gleich. Unsere Hamburger Familiengeschichte lässt sich bis zum 18. Jahrhundert zurückverfolgen.
An welchem Ort in Hamburg geht Ihnen das Herz auf?
Überall dort, wo die Elbe fließt und ich den Hafen rieche.
Wer ist Ihr Lieblings-Hamburger?
Hamburger Originale wie Jan Delay oder auch gar Jan Fedder, der mit seiner Hamburger Stimme mich daran erinnert, woher ich komme.

Welche drei Dinge machen Sie glücklich?
Ich bin glücklich, wenn Menschen nicht mit miesen Beton-Gesichtern herumlaufen und ihren Frust offensichtlich zur Schau tragen. Mein Umfeld und meine Freund:innen machen mich glücklich. Und das Meer erzeugt ein Glücksgefühl.
Was ist für Sie der schönste Stadtteil?
Eindeutig ist es ein Bezirk – Altona, einer der vielfältigsten und kontrastreichsten. Er zieht sich vom Zentrum Altona (z.B. Ottensen) bis zu den Elbvororten. Ich liebe es, von Ottensen aus an der Elbe bis Blankenese entlangzufahren oder -zugehen.
Welche TV-Sendung schauen Sie gerne – und schämen sich dafür?
Schämen ist zu viel gesagt, aber ich schaue gerne mal das „Großstadtrevier“.
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Was ist Ihr liebstes Hamburg-Klischee?
Viele behaupten, wir sind sehr trocken und unnahbar. Das stimmt so nicht. Wenn man uns davon überzeugt, dass die freundschaftliche Zuneigung echt ist, dann hat man uns für immer gewonnen.
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