Jahrelanges Chaos: Die Wirrwarr-Baustelle an der A7
Erst kommt eine kuriose Rampe, die wirkt, wie eine Baustellen-Einfahrt. Dann geht es plötzlich auf einer neuen provisorischen Brücke über die A7 nach Othmarschen. Wenn am Montag die ersten Autofahrer in Bahrenfeld auf die Autobahn Richtung Süden wollen, könnte es zu viel Verunsicherung und Chaos kommen. Bei Hamburgs größtem Verkehrsbauprojekt, dem Elbtunnel-Deckel, geht es in die nächste Phase. Autofahrer werden viel Geduld brauchen – und das für etwa fünf Jahre.
„Das ist zu Beginn alles nicht ohne“, räumt auch Karina Fischer von der Autobahn GmbH ein. „Wir haben aber alles nach bestem Wissen und Gewissen eingerichtet.“ Weil die Arbeiten am Autobahndeckel auf Höhe Bahrenfeld voranschreiten, können Autofahrer in Zukunft nicht mehr wie üblich an der Auffahrt Bahrenfeld Richtung Süden auf die A7 fahren. Da entsteht nämlich gerade die neue Tunnelwand.
Daher wird der Bahrenfeld-Verkehr über ein äußerst aufwendig gebautes Provisorium geleitet, das den Verkehr erst einmal parallel zur A7 führt und dann als Brücke über die Autobahn schwenkt. Auf der anderen Seite der A7 geht es weiter zur Behringstraße, wo die Autos sich in den Verkehr zur A7-Auffahrt Othmarschen einreihen.
Othmarschen: Behringstraße vor A7 schon jetzt voll
Doch wie kann das funktionieren? Schon jetzt ist zu den Stoßzeiten sehr viel Verkehr auf der Behringstraße vor der Auffahrt Othmarschen. Und nun stößt aus der Baurstraße beim UCI Kino auch noch der ganze Verkehr aus Bahrenfeld dazu. Mit doppelten Abbiegespuren haben die Planer versucht, den stärkeren Verkehr abzufedern. Fischer mahnt: „Natürlich dürfen die Autofahrer nicht die Kreuzungsbereiche zufahren.“
Diese Gefahr besteht tatsächlich sehr stark, weil die aus Bahrenfeld kommenden Abbieger die Behringstraße kreuzen und wenn sie trotz gelber oder roter Ampel weiter in den Kreuzungsbereich fahren, kann niemand mehr geradeaus Richtung Othmarschen passieren. Alles wäre blockiert und es käme eben doch zum gefürchteten Rückstau.
Fischer verspricht, dass sie sich gemeinsam mit der Polizei die Lage ab Montag für etwa eine Woche lang genau ansehen wird. Und wo es hakt, werde man nachjustieren. An der Lösung mit diesem Provisorium habe auch nichts vorbeigeführt. „Es gibt keine adäquaten Umleitungsstrecken, über die wir die Verkehre hätten schicken können.“
Fischer und Kollegen sind sich auch klar darüber, dass Autofahrer in der ersten Zeit versuchen werden, Bahrenfeld zu meiden und sich direkt durch die Wohngebiete rechts und links der Autobahn (Groß Flottbek und Othmarschen) zur Autobahnauffahrt Othmarschen durchzuschlagen. „Das pendelt sich aber ein, denn es wird zu keiner Zeitersparnis führen. Im Gegenteil.“
Das könnte Sie auch interessieren: Neubaugebiet mit Einfamilienhäusern und Saga-Wohnungen nahe City
Geplant sind die Maßnahmen für 2,5 Jahre – danach ist die andere Richtung dran.