Ironman Hamburg: Fahren Sie heute nicht in die Stadt – die Sperrungen im Überblick
Nach einem tödlichen Crash vor drei Jahren war die Radfahrstrecke beim Ironman Hamburg verändert worden. Weil Anwohner sich über den neuen Streckenverlauf beschwert hatten, ist der Verlauf erneut angepasst worden. Aufgrund der vielen Straßensperrungen wird dringend empfohlen, am Sonntag nicht mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren.
Am Sonntag (7. Juni) misst sich die europäische Triathlon-Elite beim Ironman Hamburg: 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und zum krönenden Abschluss ein Marathon über 42,195 Kilometer. Die sportliche Großleistung geht mit großflächigen Sperrungen im ganzen Stadtgebiet einher. Seit dem Morgen läuft der Wettkampf.
Ironman Hamburg: Radstrecke zurück auf altem Stand
Für besonders viele Diskussionen sorgte zuvor die Radstrecke: Die war nach einem tödlichen Unfall im Jahr 2023 angepasst worden. In den Vier- und Marschlanden waren ein Begleitmotorrad und ein Radfahrer kollidiert. Der Triathlet wurde schwer verletzt, der Motorradfahrer starb. Auf dem Teilstück am Deich passierten hin- und zurückfahrende Teilnehmende einander direkt.
In den Folgejahren wurde die Streckenführung zu einem Rundkurs ohne direkten Gegenverkehr verändert. Das aber löste massive Beschwerden der Anwohner:innen aus, zwischenzeitlich stand sogar die Durchführung des Ironman auf der Kippe. Erheblich weniger Menschen würden „in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt“, erklärte der CDU-Lokalpolitiker Jörg Froh, nachdem die neue alte Streckenführung in der Bezirksversammlung beschlossen worden war.
Triathlon in Hamburg: Die wichtigsten Sperrungen im Überblick
Sperrungen rund um den Start-/Zielbereich in der City (unter anderem Ballindamm, Bergstraße und Jungfernstieg) gibt es bereits seit Freitag. In der Innenstadt werden am Renntag außerdem unter anderem der Wallringtunnel und die Lombardsbrücke gesperrt.
Alle Sperrungen im Einzelnen auf der Webseite des Ironman
Die Laufstrecke verläuft am linken Alsterufer bis zur Krugkoppel, dort kommt es zu diversen Sperrungen. Weitaus mehr Auswirkungen hat aber der Radsportteil des Ironman: Nach dem Schwimmen in der Alster wechseln die Läufer auf ihre Räder. Im Westen verläuft der Parcours über Palmaille, Königstraße und Elbchaussee bis zum Jenischpark. Im Osten der Stadt geht es für die Triathleten über Hammerbrook, Rothenburgsort und die Vier- und Marschlande bis zum Zollenspieker Fährhaus. Nach der verkürzten Schleife geht es im Gegenverkehr zurück am Deich entlang – hoffentlich unfallfrei. Zwei Runden sind für die volle Distanz nötig.
Die Hamburger Polizei empfiehlt dringend, am Sonntag nicht mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren bzw. die betroffenen Bereiche weiträumig zu umfahren oder auf U- und S-Bahnen umzusteigen.