Eine Wohngruppe, in denen Bewohner zusammen kochen und leben (Symbolfoto).

Eine Wohngruppe, in denen Senioren zusammen kochen und leben (Symbolfoto). Foto: Imago

paidExperte: „In Pflegeheimen gibt es aus lauter Vorsicht nicht mal Spiegelei!“

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Für viele ist es eine böse Überraschung: Wer im Alter ins Pflegeheim umziehen muss, muss richtig viel Geld auf den Tisch legen. Durchschnittlich 2893 Euro kostet die Heim-Unterkunft in Hamburg im ersten Jahr, ergab der kürzlich vorgestellte Pflegeatlas. In anderen Regionen Deutschlands ist es noch teurer. Wer kann sich das leisten? Und wie soll das in Zukunft funktionieren? Darüber sprach die MOPO mit Hans-Jürgen Wilhelm, Geschäftsführer der Stiftung Altenhof in Hamburg-Winterhude.

MOPO: Laut dem vor Kurzem vorgestellten Pflegeatlas liegt der Eigenanteil für einen Pflegeheimplatz in Hamburg bei 2893 Euro. Vor zehn Jahren war der Preis halb so hoch. Warum sind die Kosten so explodiert?

Hans-Jürgen Wilhelm: Das hat verschiedene Gründe. Da sind einmal die steigenden Mieten, Baukosten und Energiekosten. Vor allem aber die gestiegenen Personalkosten. Schauen Sie sich die Tarife an: Eine examinierte Pflegekraft verdient inzwischen zwischen 3750 und 4400 Euro. Zuletzt forderte Verdi eine weitere Anhebung um 7 Prozent. Bei uns in Altenhof machen die Personalkosten 75 Prozent des Gesamtetats von rund zehn Millionen Euro aus.

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